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“Auf zu neuen Ufern” |
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„Diesmal haben wir jedoch noch keine neue Reise geplant und überlegen, vielleicht mal ein Jahr „Afrikapause“ zu machen, damit die Freude und der Zauber, dieses wunderbare Land erkunden zu können, uns auch weiterhin erhalten bleiben.“ |
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So lautete das Ende unseres letzten Reiseberichtes |
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Wen einmal das Afrikafieber gepackt hat, der weiss, dass man davon nicht mehr los kommt und trotzdem reifte in uns immer mehr der Wunsch, nach zehn Afrikabesuchen einen neuen Kontinent zu erkunden. |
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Dienstag, 20.02.2007 - Mittwoch, 21.02.2007 |
1. Tag |
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Am Faschingsdienstag hieß es mal wieder Abschied nehmen von den Freunden, der Familie und unseren zwei Katzen. Wie immer fiel es uns besonders schwer, unsere zwei Pelzgurken zurückzulassen. Sie machten es uns auch nicht leicht. Paulchen miaute, was er eigentlich nie macht und Lucy rollte sich auf dem Sideboard zusammen und würdigte uns keines Blickes mehr. Wie gerne hätte ich ihnen alles erklärt, aber wahrscheinlich hätten sie nichts von Fernweh und dem Drang, etwas anderes zu sehen, hören wollen. So streichelten wir die Zwei ein letztes Mal und schlossen mit einem arg schlechten Gewissen die Wohnungstür.
Um 19.50 Uhr startete pünktlich unser Zubringer nach Paris. Wir schauten jedoch nicht schlecht, als wir die Maschine sahen. Es war ein sehr kleiner Flieger (ERJ 135/145) mit 19 Sitzreihen und je 3 Plätzen. Ich schluckte erst einmal, aber der Flieger war zum Glück fast leer und wir brachten uns und unsere Fotorucksäcke nebst Laptoptaschen gut unter. In Paris mussten wir vom Terminal E auf das Terminal D wechseln. Es war alles super beschrieben und nach einem Sicherheitscheck konnte es dann weitergehen. Gegen 23.50 Uhr startete unsere Boing 777. Der Flieger war fast völlig ausgebucht und mit 3:3:3 Sitzreihen ausgestattet. Der Service an Bord war gut, so gab es in jedem Sitz einen kleinen LCD-Monitor mit zwei deutschen Filmen, diversen englischen Filmen und allerhand anderer Bordunterhaltung, wie PC-Spielen, Musik, Comics u. a. Leider gab es zwei Mankos an unserem Sitz: 1. die Reihe 24 verfügte nicht über ein Fenster und ich hatte mich schon so auf den Anflug über die Anden gefreut und 2. saß hinter uns ein kleines Kind, das permanent gegen die Sitze trat und später fast pausenlos quengelte, aber auch dafür gab es in der Air France eine Lösung - Ohropax. ;-) So konnten wir etwas schlafen und nach ca. 13 Flugstunden relativ frisch in Santiago landen. Am Flughafen tauschten wir erst einmal etwas Geld für die Mautstrecken der Panamerikana. Nach der Zollkontrolle, die verstärkt nach Lebensmitteln schaute, sahen wir gleich unsere Namen auf einer Tafel, die Sebastian von Trekker Chile hochhielt. Er ging mit uns zum Parkplatz zu unserem Auto. Er erklärte uns kurz alles und fuhr dann zusammen mit uns nach Talca, da wir den gleichen Weg hatten. Auf der Fahrt stellte sich heraus, dass der Wagen bei ca. 3000 Umdrehungen anfing zu ruckeln. Deshalb fuhren wir in Talca erst zu Trekker Chile, denn Sebastian wollte den Mechaniker noch einmal nachschauen lassen. Wir konnten ein anderes Auto nehmen und fuhren derweil einkaufen. Danach besuchten wir schnell noch ein Weingut, wo wir die ersten Flaschen chilenischen Rotwein erstanden. Als wir wieder zurück waren, erfuhren wir, dass das Auto in die 60 km entfernte IVECO Werkstatt musste. Damit waren gleich die Pläne für den ersten Tag gelaufen. Trekker Chile bot uns ein Ersatzfahrzeug an, mit dem wir in den nahe gelegenen Park hätten fahren können, aber irgendwie waren wir so kaputt, dass wir gerne in der Lodge „Casa Chueca“ blieben und einen Nachmittag am Pool einlegten. Um 18.00 Uhr sollte eigentlich das Auto wieder aus der Werkstatt kommen. Danach wollten wir in ein nahe gelegenes Restaurant zum Essen gehen. Es kam jedoch wieder einmal anders, denn das Auto war erst gegen 21.00 Uhr zurück. Chris wartete brav und ich legte mich derweil auf das Bett zum Ausruhen. Als Chris ca. 21.30 Uhr das Licht im Bungalow anschaltete, schreckte ich aus dem Schlaf und murmelte nur noch etwas von „ich gehe nicht mehr essen“ vor mich hin, bevor ich tief und fest weiter schlief. Der arme Christian checkte in der Zeit das Auto und ließ noch das Gas und die Heizung reparieren. Danach musste noch der Vertrag gemacht werden, das dauerte dann bis ca. 23.00 Uhr. Ich bekam von allem nichts mehr mit. Tageskilometer: Santiago de Chile - Talca 300 km Übernachtung: Gästehaus Casa Chueca, da die Autoreparatur länger dauerte - Chile |
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Donnerstag, 22. Februar |
2. Tag |
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Mit relativ starkem Kopfweh wachten wir beide aus einem mehr (ich) oder weniger (Chris) langen Schlaf auf. Ca. 5.30 Uhr war die Nacht für uns zu Ende, denn heute wollten wir ja etwas weiter kommen. Wir bekamen noch zwei leckere Lunchpakete von der Lodge überreicht, die wir so nach und nach (hungrig) auf der Fahrt verputzten. Über die Panamerikana 5 ging es südwärts, vorbei an in Nebel gehüllten Feldern und Bergen bis zum Salto del Laja, der ungefähr 80 km südlich von Chillan liegt. Er ist ein ca. 100 m breiter Wasserfall, der 40 - 50 m tief in eine Schlucht stürzt. Ein Weg führt direkt zu den Fällen, die man von oben oder unten betrachten kann. Allerdings stand der Wind etwas ungünstig und so mussten wir immer wieder die Linsen unserer Kameras putzen, an denen sich beharrlich feine Wassertropfen festsetzten. Nach einer Stunde Pause an dem Wasserfall ging es wieder weiter. Auf der Panamerikana befinden sich immer wieder Mautstationen, an denen man bezahlen muss. Zum Glück war nur wenig los und es ging relativ schnell. Bei Melipeuco verließen wir die Straße und fuhren in den NP Conguillio, der einer der schönsten NP Chiles sein soll. Im Park befinden sich riesige Bestände an Araucarien Bäumen, die ein wenig an Regenschirme erinnern, zahlreiche Lagunen und im Zentrum befindet sich der Vulkan Llaima (3125 m). Er soll einer der aktivsten Vulkane Chiles sein, aber leider hüllten ihn dichte Wolken fast völlig ein. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und auch schon die ersten Araucarien konnten wir auf einem Bergrücken entdecken, als auf einmal unser Auto etwas ausscherte und Chris daraufhin anhielt. Mist - ein Reifen war geplatzt! Kein Problem, dachte sich Chris, denn er kennt sich ja mit dem Reifenwechseln aus. Doch leider klemmte die Hintertür und dahinter befanden sich der Wagenheber und das Werkzeug. Alles Rütteln und sämtliche Aufsperrversuche halfen nichts, die Tür blieb zu. Zum Glück kam gerade ein Pick-up vorbei, aber leider hatte er für unsere Lastwagenreifen nicht das passende Werkzeug dabei. Glücklicherweise sprach die Fahrerin etwas englisch und so konnten wir uns verständigen. Kurz darauf hielt noch ein 4x4 Wagen an, aber auch er konnte uns mit dem richtigen Werkzeug nicht aushelfen, dafür schnappte der Fahrer Chris und fuhr mit ihm zur CONAF. Das ist die Forstbehörde, die die Nationalparks verwaltet. Sie brachten einen Ranger mit dem richtigen Werkzeug mit. Zwischenzeitlich hatte ich immer wieder versucht, die Tür aufzusperren, aber leider ohne Erfolg. Unser Retter wechselte uns sogar noch den Reifen und wollte überhaupt nichts dafür haben. Alle Chilenen blieben bis zum Schluss bei uns. Das war das erste Mal, dass ich es sehr bedauerte, nicht Spanisch zu können und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Als unser Auto wieder fahrtüchtig war, wollte Chris keine Risiken mehr eingehen und so verließen wir den Park auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren und fuhren direkt nach villarrica. An einer Tankstelle telefonierten wir erst einmal mit Sebastian von Trekker Chile. Unser Reifen war in villarrica nicht aufzutreiben, aber am 24.02. sollten wir zu einer Pirelliwerkstatt nach Puerto Montt fahren und dort einen neuen Reifen abholen. Nach einiger Zeit versuchte Chris noch einmal die hintere Tür zu öffnen und plötzlich ging sie ohne Probleme auf. Wir konnten es kaum glauben. Chris verstaute erst einmal sämtliches Werkzeug und den Wagenheber im Autoinneren und reinigte dann das Schloss von Staub und Dreck. Zum Schluss gab er noch ein paar Tropfen Olivenöl in das Schloss und die Tür funktionierte wieder – zwar mit einigen Macken, aber dafür bis zum Ende der Reise. ;) Jetzt hatten wir wieder Zeit und Muße und nahmen auch die schöne Umgebung mit dem Vulkan villarrica wahr, der frech mit seiner weißen Spitze aus den Wolken hervor schaute. Besonders schön war die Aussicht auf den Vulkan vom Lago villarrica aus. Was für ein Anblick - faszinierend und wunderschön zugleich! Natürlich mussten wir ihn uns auch noch aus der Nähe anschauen und fuhren relativ dicht an den Vulkan heran. Es war einfach gigantisch, aber die Aussicht vom See hatte uns noch besser gefallen, und so beschlossen wir dort zu übernachten. Die Campsite Playa Blanca war von den Sanitäreinrichtungen mehr als bescheiden, aber das machte die tolle Aussicht und auch das nette Personal wieder wett. Kaum waren wir auf dem Platz, schleppte uns der Platzwart Stühle und einen Tisch an. Als wir später grillen wollten und er unseren mickrigen Grill sah, bekamen wir noch einen tollen großen Grill hingestellt. Der erste Grillgang schmeckte hervorragend unter dem wunderschönen Sternenhimmel, aber im Laufe des Abends kühlte es doch sehr ab und so gingen wir bald ins Auto. Das Bettbauen in unserem „Bully“, so tauften wir unser kompaktes kräftiges Auto, war mit ein paar Handgriffen schnell erledigt und aus den Sitzkissen wurde unsere Matratze. Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke und schon bald schliefen wir tief und fest nach einem ereignisreichen langen Tag. Tageskilometer: Talca - Lago Villarrica 690km Übernachtung: Playa Blanca am Strand vom Lago Villarrica (10000 Peso) - Chile |
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Freitag, 23. Februar |
3. Tag |
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Viel zu früh klingelte uns der Wecker aus dem Schlaf. Sehr müde schauten wir nach draußen. Dort setzte gerade die Dämmerung ein und wir konnten den Vulkan villarrica deutlich und ohne Wolken vor uns sehen. Dementsprechend schnell sprangen wir aus dem Bett, schlüpften in die Klamotten und wollten an den Strand sausen. Tja, daraus wurde erst einmal nichts, denn wir waren auf einem abgesperrten Gelände und hohe Zäune nebst Schlössern an den Toren hinderten uns daran. Wie Tiger im Käfig wanderten wir am Zaun entlang und suchten nach einem Schlupfloch, aber es war alles dicht. Da war guter Rat teuer. Doch durch unsere Schritte hatten wir den Hund des Campwartes geweckt, der wie wild anfing zu bellen. Zum Glück schaute er daraufhin verschlafen aus seinem Häuschen und sah uns. Er sperrte uns gleich das Tor auf und so kamen wir noch rechtzeitig zum schönsten Licht an den Strand. Auf dem See lag leichter Nebel und tiefe Wolken hingen an den Bergen, der villarrica war fast völlig frei und nahm im Laufe der Dämmerung die schönsten Farben an. Ein wirklich traumhaftes Erlebnis.
Ich konnte mich kaum losreißen und so ging Chris schon mal zum Auto und machte uns ein leckeres Frühstück, das wir beide so richtig zufrieden genossen. Danach fuhren wir weiter Richtung Süden. Immer wieder nahm Hochnebel uns die Sicht und tauchte die Landschaft in eine fast schon mystische Stimmung. Im Laufe der Zeit setzte sich immer mehr die Sonne durch und es wurde ein toller Vormittag. In Puerto Varras bezahlte Chris unsere gebuchte Fähre und dann ging es auch schon weiter in Richtung Saltos de Petrohue. Leider bekamen wir den Vulkan Osorno nicht zusehen. Große schwere Wolken versperrten uns die Sicht und langsam sah es immer mehr nach Regenwetter aus. Egal, die Stimmung war auch so topp und die Sonne kam immer wieder durch die Wolken. So genossen wir die Fahrt entlang des Lago Llanquihue und die saftig grüne Landschaft. Immer wieder tauchten Schilder am Straßenrand mit der Aufschrift „Kuchen“ auf, doch leider war es noch zu früh und wir zu satt, aber alleine das deutsche Wort übte schon fast eine magische Wirkung auf uns aus. Die Straße war bis zu den Saltos de Petrohue geteert, danach führte uns eine Wellblechpiste die letzten sechs km bis zum Lago Todos Los Santos. Die Strecke war jedoch so abwechslungsreich mit immer wieder aufregenden Ausblicken auf den Rio Petrohue, dass wir die schlechte Piste gar nicht mehr als so schlimm empfanden. Der Lago Todos Los Santos liegt 190 m über dem Meeresspiegel, er ist von dichtem Wald umgeben und hat zahlreiche Seitenarme. Es führt keine Straße um den See. Er kann nur mit dem Boot überquert werden und liegt direkt an den Bergen und somit inmitten einer traumhaften Kulisse. Am Lago Todos Los Santos entdeckten wir dann die Campsite der CONAF direkt am See. Sie war so bezaubernd gelegen, dass schon nach kurzer Zeit für uns fest stand, dort die Nacht zu verbringen. Vorher fuhren wir jedoch noch einmal zurück zu den Saltos de Petrohue. Hier fließt der Rio Petrohue in malerischen Kaskaden eine Schlucht hinab. Von dort hat man normalerweise einen tollen Blick auf den Vulkan Osorno, der sich uns leider immer noch nicht zeigen wollte. Wir verbrachten an den Fällen sehr viel Zeit, aber bis auf einen kurzen Blick auf seine Schneespitze sollten wir an diesem Tag kein Glück haben. Es war trotzdem wunderschön. Irgendwann am Spätnachmittag gaben wir die Hoffnung auf und fuhren zurück zum Campingplatz, wo wir uns einen schönen Stellplatz am See aussuchten. Chris kaufte noch ein paar Würste von einem Chilenen, der sie am Strand von seinem Auto aus anbot. Später kochten wir die Würste, die unseren Polnischen sehr ähnlich waren und lecker schmeckten. Zu festen Zeiten gab es warmes Wasser in den Duschen, was wir beide nach diesem wolkenverhangenen Tag so richtig genossen. Die Wolken waren leider auch am Abend so dicht, dass es keinen farbenfrohen Sonnenuntergang gab. Der Blick auf den See war aber auch so traumhaft und die Stimmung richtig urlaubsmäßig. So saßen wir noch lange bei einem Glas Rotwein draußen am Lagerfeuer, schauten auf den See und genossen die Stille. Tageskilometer: Lago Villarrica - Lago Todos los Santos 380 km Übernachtung: Campingplatz der CONAF am Lago Todos Los Santos (7000 Peso) - Chile |
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Samstag, 24. Februar |
4. Tag |
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Um 6.00 Uhr früh klingelte der Wecker. Vorsichtig horchten wir auf Regengeräusche, aber es war still. So schauten wir noch etwas müde aus unserem „Bully“ heraus auf die Bergkulisse des Lago Todos Los Santos. Sehr schnell standen wir auf, kochten einen Kaffee und gingen mit unseren dampfenden Bechern an den Strand, der menschenleer im ersten Dämmerlicht vor uns lag. Wir waren hin und weg. Die blaue Stunde und auch die Dämmerung waren einfach traumhaft, gerade wegen der sich drohend zusammenballenden Wolken. Später schimmerte noch etwas Rot hindurch. Dieser Morgen war mit einer der schönsten auf unserer Reise und blieb mir die ganze Zeit in bester Erinnerung. Nach einem leckeren Frühstück rissen wir uns um 9.00 Uhr von dieser Wahnsinnskulisse los und fuhren durch leichten Regen nach Puerto Montt, wo wir ja einen Termin in der Pirelliwerkstatt hatten. Witzigerweise fanden wir die Werkstatt fast auf Anhieb, aber ohne Spanisch war eine Verständigung nicht möglich. Chris rief daraufhin bei Sebastian von Trekker Chile an und er regelte es für uns. Dann war alles kein Problem und wir bekamen zwei neue Reifen, denn unser zweiter Reservereifen hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Es stellte sich bei unserem geplatzten Reifen noch heraus, dass das Ventil defekt war und wir anscheinend dadurch einen Schleichplatten hatten, der zum Zerreißen des Reifens führte. Trekker Chile übernahm daraufhin die Bezahlung beider Reifen. Auch war an unserem „Bully“ nach kurzer Zeit auf dem Display im Innenraum eine Lampe angegangen, die uns etwas Sorgen machte. Sebastian schaute zwar nach, aber so richtig sicher war er sich anfangs auch nicht, was diese Warnlampe zu bedeuten hatte. Da wir beim Hineinfahren in die Stadt einen Ivecohändler gesehen hatten, fuhren wir noch einmal dorthin und wollten diesen Fehler nachschauen lassen. Leider hatten die Leute dort überhaupt keine Lust, uns zu helfen. Sebastian schaute noch mal nach und wir entschieden dann, dass der Fehler noch bis zum TÜV und Ölwechsel in Punta Arenas warten konnte. Denn wir vermuteten richtig, dass sie den Kühlwasserstand anzeigen sollte und kaputt war. Beim Einkaufen in Puerto Montt kaufte Chris gleich noch ein Handy. Jetzt war auch die Kommunikation mit Sebastian gesichert. Nachdem wir auch unsere Vorräte aufgefüllt hatten, konnten wir mittags endlich weiter in Richtung Carretera Austral fahren. Von dieser Straße, die durch dichten Regenwald führt, hatten wir schon so viel gehört und gelesen, dass wir uns mehr als neugierig auf den Weg machten. Irgendwie verpassten wir auf Grund der hypertollen Ausschilderung den richtigen Weg aus Puerto Montt und irrten eine Zeitlang durch die Randgebiete der Stadt. Ein Taxifahrer half uns zum Glück weiter und so kamen wir etwas umständlich wieder auf den „rechten Weg“. Zügig fuhren wir durch die spektakuläre Landschaft, denn wir wollten an diesem Tag unbedingt noch die Fähre von Caleta La Arena nach Caleta Puelche bekommen, da wir ja für den nächsten Tag schon die lange Fähre reserviert und bezahlt hatten. Die Sonne ließ sich auch immer mehr blicken und so kamen wir um 15.20 Uhr in La Arena an. Witzigerweise war auch die Fähre gerade da und so konnten wir sofort hinauffahren. Das war vielleicht ein Glück. Bezahlt haben wir dann direkt auf der Fähre. Sie fuhr eine halbe Stunde an der Küste entlang. Während dieser Zeit ließen wir uns unser Brathähnchen schmecken, welches wir uns noch in Puerto Montt gekauft hatten und genossen die 30 Minuten sonnige Fahrt auf der Meerenge Estuario de Reloncavi. Danach führte uns die Straße noch ein Stück am Meer entlang und dann durch dichten Wald nach Hornopirén, wo wir um ca. 17.00 Uhr ankamen. Hier schauten wir uns erst einmal im Ort um und entdeckten auch gleich den Fährhafen und das Buchungsgebäude, das leider schon geschlossen hatte (Öffnungszeiten: 10.00 - 16.30 Uhr). Der Ort war klein und übersichtlich und er strahlte auf uns die Ruhe und Gelassenheit eines kleinen Fischerortes aus, in dem man sich gleich wohl fühlen kann. Nach einigem Suchen entdeckten wir auch den Campingplatz „Agua de Azul“, der sehr liebevoll am Ortsrand in Richtung Nationalpark angelegt wurde. Hier beschlossen wir zu bleiben. Der Platz verfügte über Strom, warme Duschen und Rasenstellplätze und gefiel uns auf Anhieb. Da die Wolken wieder dichter wurden, fuhren wir nicht mehr in den Park Hornopirén, sondern gönnten uns eine Pause und verbrachten einen ruhigen Feriennachmittag auf dem Campingplatz. Das Wetter meinte es auch gut mit uns und so konnten wir den Abend noch im Freien genießen und dank der Stromversorgung unsere Bilder auf den Laptop laden und auf eine Festplatte sichern. Tageskilometer: Lago Todos los Santos - Hornopieren 223 km inklusive Fährfahrt (8 km) Übernachtung: Agua de Azul, Hornopieren (7000 Peso) - Chile Fähre Caleta La Arena – Caleta Puelche (12 000 Peso für Camper + 2 Personen) |
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Sonntag, 25. Februar |
5. Tag |
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An diesem Morgen wurden wir durch das sanfte Tröpfeln des Regens geweckt. So beschlossen wir spontan, noch etwas länger zu schlafen. Nach dem Frühstück unternahmen wir einen kurzen „feuchten“ Ausflug zum Park Hornopirén, den wir aber auf Grund der aufgeweichten Straße nicht befahren konnten. Wir brachen diese Tour kurz vor dem Parkeingang ab, denn durch den Regen war es auch ziemlich kalt und wir hatten keine Lust, uns im Schlamm noch nasse Füße zu holen. Faszinierend waren jedoch die vielen Flechten an den Häusern, Zäunen und Toren, die der Landschaft ein märchenhaftes Gesicht verliehen. Man erwartete fast, dass hinter dem nächsten Baum eine kleine Elfe hervorschaute und sich die Regentropfen aus den Flügeln schüttelte. Danach streiften wir etwas durch den Ort und fuhren dann langsam zum Hafen, da Chris am Vortag erfahren hatte, dass die Fähre um 15.00 Uhr ablegt. Er schaute gleich mal in das Buchungsbüro, um die Tickets zu holen, aber es gab leider keine Buchung für uns. Da war wohl etwas schief gegangen. Glücklicherweise war die Fähre nicht ausgebucht und Chris konnte zwei neue Tickets kaufen. So mussten wir noch einmal bezahlen. Chris kümmerte sich um alles und während dieser Zeit schmuste ich mit einer super süßen Katze in dem Büro, das auch gleich noch Restaurant und Wohnzimmer war. Die Zeit am Hafen verging wie im Fluge, denn es gab viel zu sehen. Angefangen von Schiffen, Booten und netten Häusern bis hin zu vielen Hunden und auch Katzen, die durch die Gegend streiften. Chris kaufte unsere ersten sehr leckeren Empanadas mit Meeresfrüchten und Käse, die super schmeckten und dann kam auch schon die Fähre in Sicht. Nachdem Chris rückwärts auf die Fähre gefahren war und auch alle anderen Autos verstaut waren, ging es los. Mittlerweile schien die Sonne pausenlos und die dicken Regenwolken hüllten sich um die Berge. Eine landschaftlich sehr schöne Fährfahrt entlang der Küste brachte uns über den Canal Comau und den Fiordo Renihue nach Caleta Gonzalo. Die meiste Zeit standen wir oben an der Fähre und genossen die Fahrt. Wir sahen Delphine, viele Wasservögel und sogar Lummen. Es war jedoch sehr windig und dementsprechend kalt, so dass wir bald unsere Regenjacken, Mützen und Handschuhe anhatten. Die Wellen waren beeindruckend hoch und es rollten immer wieder Gischtwellen über unser Auto hinweg. Zum Glück wurde ich nicht seekrank und es machte uns unheimlich viel Spaß. Um ca. 20.45 Uhr mit dem letzten Licht des Tages kamen wir in Caleta Gonzalo an und wollten gemütlich zu dem Campingplatz kurz hinter dem Ort fahren. Aber Pech gehabt, den Campingplatz gab es zwar, aber er war nur etwas für Rucksackreisende. Um auf die Campsite zu gelangen, musste man eine ca. 100 m lange Hängebrücke zu Fuß überqueren. Das ging natürlich nicht mit unserem „Bully“. Mittlerweile war es leider auch schon dunkel und es blieb uns nichts anderes übrig, als weiter zu fahren und nach einem anderen Campingplatz Ausschau zu halten. Zum Glück hatten wir gutes Kartenmaterial und auch einen Campingführer für Chile vom Autovermieter mitbekommen und darin sahen wir, dass es im Park Pumalin noch einige weitere Campingplätze gibt. Im Nachhinein hätten wir uns eigentlich auch auf den Parkplatz vor dem ersten Campingplatz stellen können, aber dort standen „Zelten verboten“-Schilder und wir waren so brav, uns daran zu halten. So fuhren wir durch die Dunkelheit auf der Suche nach einem Campingplatz. Ca. 22.00 Uhr entdeckten wir den Campingplatz Lago Negro und stellten uns ganz alleine auf die Campsite an der Straße. Wir waren jedoch so müde, dass wir keine Bedenken aufkommen ließen und schon bald tief und fest schliefen. Tageskilometer: Hornopirén - Lago Negro, Pumalin Park 137 km inklusive Fährfahrt Übernachtung: Pumalin Park am Lago Negro (kostenlos) - Chile Fähre Hornopirén - Caleta Gonzalo: 59600 Peso |
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Montag, 26. Februar |
6. Tag |
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Bevor die Sonne hinter den Bergen hervorschaute, machten wir uns wieder auf den Weg durch den Park Pumalin. Dieser Park wird nicht umsonst als einer der schönsten Nationalparks Chiles bezeichnet. Er besitzt eine hervorragende Infrastruktur, viele gut markierte Wanderwege, mehrere Campingplätze und eine gepflegte intakte Natur. Es war einfach beeindruckend, durch diesen tollen Park zu fahren und gerade im Nachhinein hätte ich dort gerne einen Tag länger verbracht. Besonders gefiel uns der Campingplatz am Lago Blanco. Jeder Campingplatz hatte einen „Privatzugang“ zum See - man konnte sich so richtig alleine fühlen und die Natur genießen. An diesem Morgen lag auch noch Nebel über dem See, die Vögel zwitscherten und die Sonne kam langsam hinter den Bergen hervor und tauchte den See in herrliche Farben. Wir waren wie verzaubert und genossen die morgendliche Stille. Aber auch die Campsite „El Vulcan“, von der man einen schönen Blick auf den Vulkan Michinmahuida hat, fanden wir sehr schön. Viel zu schnell lag dieser besonders schöne Park hinter uns und wir waren wieder am Meer. In Chaiten tauschte Chris Geld in der Bank und tankte unseren „Bully“ wieder auf. Mittlerweile hatte sich die Sonne durchgesetzt und es war herrlich warm. Unsere Straße führte uns vorbei am Lago Yelcho, am Yelcho Gletscher, wunderschönen schneebedeckten Bergen, kleinen Seen und netten Orten. Immer wieder mussten wir Fotostopps einlegen, denn die Landschaft war einfach herrlich. Besonders beeindruckten uns auch die Pangue-Pflanzen, die unserem Rhabarber ähneln, deren Blätter jedoch Regenschirmgröße annehmen können. Sie säumten links und rechts den Weg und dahinter kam scheinbar undurchdringlicher Dschungel aus Wäldern mit Farnen, Lianen und Bambusgewächsen. Es war klasse, dort entlang zu fahren. Kurz hinter Puyuhuapi, einem ruhigen, fast schon verschlafen wirkenden Ort, der besonders durch seine Thermalquellen bekannt ist, trafen wir auf einen kleinen Wildwasserfluss, von dem wir uns eine Zeit lang „berauschen“ ließen. Nach einigen weiteren Kilometern bog die Straße links ab, wo wir unser heutiges Tagesziel erreichten, den Ventisquero Colgante oder auch „Hängenden Gletscher“, der im Park Queulat liegt. Mehrere gut markierte Wanderwege führen durch den Park und es gibt einen schönen Campingplatz, den die CONAF betreibt. Unsere erste Kurzwanderung führte uns in fünf Minuten zu einem Aussichtspunkt. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf den Fluss und den Gletscher im Hintergrund. Leider hatte es wieder etwas zugezogen, aber die Blautöne des ewigen Eises kamen toll zur Geltung. Ab und zu erhellte noch einmal ein kurzer Sonnenstrahl das Eis und man konnte schon aus der Entfernung das Abbrechen des Eises hören. Danach machten wir uns auf den Weg zur Lagune, von der man einen noch besseren Blick auf den Gletscher hat. Dazu überquert man erst einmal eine beeindruckende Hängebrücke und geht dann am Fluss entlang ca. 20 min bis zur Lagune. So aus der Nähe beeindruckte uns der Gletscher noch viel mehr. Frech schob sich die Gletscherzunge zwischen den Bergen hindurch und endete in einiger Höhe, nur zwei kleine Wasserfälle speisen den See und ab und zu rauschen ein Paar Eisbrocken mit lautem Krachen in die Tiefe. Dicke Wolken hingen über dem Gletscher und machten einen bedrohlichen Eindruck. Lange Zeit hofften wir noch auf ein paar Sonnenstrahlen, aber leider war dem nicht so. Wir lernten am Ufer des Gletschersees einige junge Burschen aus Israel kennen, die uns netterweise mit heissem Tee versorgten. So verging die Zeit wie im Fluge und wir beschlossen, am nächsten Morgen noch einmal zum Gletscher zurückzukommen. Wir buchten unsere Campsite und stellten uns auf die Nr. 3, da wir uns einbildeten, von dort den besten Blick auf den Gletscher zu haben. Mit uns war nur noch eine weitere Familie auf dem anderen Ende vom Campingplatz und so gehörten uns die Duschen und Toiletten ganz alleine. Ca. 19.00 Uhr kam ein Ranger vorbei und zündete die Gastherme an, so hatten wir schöne warme Duschen. Die Sitz- und Feuerstelle war zum Glück überdacht, denn es regnete noch kurz und heftig. Das konnte uns aber das leckere Essen vom Grill nicht verderben. Später hörte der Regen auf und wir saßen noch bei einem Glas Wein in der Nähe der wärmenden Glutreste und genossen den Abend. Tageskilometer: Pumalin Park - National Park Quelat 260 km Übernachtung: Campsite im National Park Quelat (5000 Peso) - Chile Parkeintritt Park Queulat: 6000 Peso |
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Dienstag, 27. Februar |
7. Tag |
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Leider war das Wetter an diesem Morgen auch nicht besser und so hingen wieder dichte Wolken über dem Gletscher. Wir machten uns trotzdem auf den Weg zum See, denn es regnete nicht und der Gletscher war etwas besser zu sehen. Chris bestand noch auf einer Bootsfahrt direkt zum Gletscher, die sich aber als ziemlich sinnlos für uns erwies, denn wir waren zwar dank des Bootes näher am Gletscher, aber viel mehr sehen konnte man auch nicht, da ein Geröllberg die Sicht auf das Ende der Wasserfälle versperrte. Man durfte zwar das Boot verlassen, aber nicht den Berg überqueren. Diese Fahrt ist sicher recht schön am Nachmittag und bei Sonnenschein, denn dann sieht man die herabstürzenden Eisbrocken besser, aber am Morgen bei Gegenlicht würde ich sie nicht empfehlen. Ab und zu schaute jetzt auch schon die Sonne heraus und wir machten uns wieder auf den Weg. Die Straße führte uns in Serpentinen immer höher in die Berge, wir sahen wieder Gletscher und viele schneebedeckte Gipfel. Da auch das Wetter immer besser wurde, genossen wir gutgelaunt die Schönheit der Natur. Immer wieder kamen am Straßenrand Hinweisschilder auf Wasserfälle, Wanderwege und andere Naturschönheiten. So schauten wir uns den Padre-García-Wasserfall an, zu dem man ca. 200 m über Stufen hinabsteigt. Leider war er etwas zugewachsen, aber alleine der Weg und die Vegetation waren klasse. Unser nächstes Ziel war der Bosque Encantada, der nicht umsonst als Märchenwald bezeichnet wird. Wir dachten schon, dass wir an ihm vorbeigefahren waren, aber dann kam rechts endlich das Schild zu seinem Eingang in Sicht. Es war unglaublich. Man verlässt die Straße und schon findet man sich im „Herrn der Ringe“ wieder. Wild wuchernde Bäume, die z. T. mit Farnen und Moosen bewachsen sind, ein kleiner Bach, wunderschöne Blüten, Insektengesumme und Vogelzwitschern – man war in einer anderen Welt voller Magie und Mystik. Wie man schon liest, war ich total begeistert und konnte mich kaum losreißen. Wir gingen, soweit der Weg es zuließ, kletterten sogar noch unter einem umgefallenen Baum durch und ließen diesen verwunschenen Wald auf uns wirken. Viel zu schnell verging die Zeit und bald saßen wir wieder in unserem Auto – die Wirklichkeit hatte uns wieder. Weiter ging es über Brücken, unter denen sich türkisfarbene Flüsse durch die Landschaft schlängelten, vorbei an Bergen und kleinen Bauernhöfen. In Coyhaique versuchten wir noch, einen Flug zur Laguna San Rafael zu bekommen, da wir im Reiseführer gelesen hatten, dass solch eine Flugreise sogar billiger sein kann als die Katamaranfahrt. Wir konnten zwar nach angestrengtem Suchen die angegebene Fluglinie ausfindig machen, aber der Preis sollte bei 1500 US $ liegen, das war uns dann doch etwas zu heftig. Leider fuhr auch der Katamaran nur noch zweimal die Woche und so mussten wir schweren Herzens auf den Besuch des Gletschers verzichten und setzten unsere Reise entlang der Carretera Austral fort. Zum Nachmittag verschwand die Sonne immer mehr hinter dicken Wolken und es wurde merklich kühler. Da fiel uns ein Berg besonders auf. Er erinnerte an ein Phantasieschloss mit vielen Türmen und trug wohl daher auch den klangvollen Namen Cerro Castillo. Wir suchten natürlich gleich nach einer Möglichkeit, diesen tollen Berg zu fotografieren und fanden schließlich eine Schlucht mit Blick auf den Berg. Dank der vielen Wolken war der Ausblick gigantisch, nur leider war es dermaßen kalt und windig, dass mir beim Fotografieren fast die Finger abfroren. Total durchgefroren fuhren wir weiter und fanden relativ schnell einen kleinen privaten Campingplatz direkt an einem kleinen Haus. Die Leute waren supernett, wir duschten in ihrem Bad und bekamen so viel Holz, wie wir wollten. Auch Trinkwasser zeigte uns die nette Besitzerin gleich. Es war ein wenig wie Camping auf dem Bauernhof. Die Hühner liefen um uns herum, die Schafe standen nahe auf der Weide und der Hofhund bewachte uns. Abends gab es dann meine beliebte Rinderfiletpfanne, aber diesmal vom Herd, denn es war bitterkalt und immer wieder peitschten Sturmböen gegen unser Auto. Tageskilometer: National Park Quelat - Nahe des Berges Cerro Casillo nach einem kleinen Pass 345 km Übernachtung: kleiner privater Campingplatz 5000 Peso p. Platz - Chile Parkeintritt Queulat: 6000 Peso p. Person Bootsfahrt am Ventisquero Colgante: 9000 Peso pro Boot |
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Mittwoch, 28. Februar |
8. Tag |
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Das Wetter besserte sich über Nacht nicht und so brachen wir bei starker Bewölkung und leichtem Regen auf. Leider sahen wir auch die Laguna Verde nur im Regen und konnten die grüne Farbe eher erahnen, als dass wir sie sahen. Auch der Bosque Muerto mit seinen abgestorbenen Bäumen lag wunderschön im Wasser vor uns, aber es regnete und war grau in grau. An einem kleinen See konnten wir dann etwas blauen Himmel entdecken und die Hoffnung stieg, dass der Tag doch noch ohne Regen enden könnte. Die Landschaft war trotzdem eindrucksvoll, aber natürlich wäre sie mit Sonnenschein noch viel schöner gewesen. Dann erreichten wir den Lago General Carrera, der mit seinen 2240 qkm der größte See Chiles ist. Er liegt an der argentinischen Grenze und wird in Argentinien zum Lago Buenos Aires. Auch landschaftlich unterscheidet sich der chilenische vom argentinischen Teil. In Chile umgeben den See die hohen Gipfel der südlichen Anden, während im Osten (Argentinien) die Landschaft fast eben ins patagonische Flachland eingebettet ist. In Puerto Tranquilo regnete es wieder stark und so beschlossen wir, erst einmal ins Internetcafe zu gehen. Wir freuten uns riesig über die Neuigkeiten unserer Freunde in Deutschland und berichteten von unseren Erlebnissen. Die Leitung war zwar zum Verzweifeln langsam, aber draußen regnete es ja eh. Als wir eine Stunde später das Restaurant verließen, klarte es gerade etwas auf und der Regen hatte gänzlich aufgehört. Kurz hinter Puerto Tranquilo kann man links zum See hinunter fahren und eine Bootsfahrt zu der bekannten „Marmorkapelle“ machen. Das ist eine Höhle aus weißem Marmor nahe am Ufer des Lago, die man nur mit einem Boot besichtigen kann. Wir fuhren zwar die extrem steile Straße zur Bootsanlegestelle hinunter, aber wir wussten nicht, ob wir sie auch wieder hinauf schaffen würden. Das war die erste Belastungsprobe für unser Auto. Da das Wetter zu schlecht war, verzichteten wir auf die Fahrt und Chris fuhr unser Auto wieder den Berg hinauf. Zum Glück schaffte „Bully“ den Weg ohne Probleme und kletterte brav die Serpentinen hinauf. Oben angekommen, hätten wir am liebsten einen Freudentanz gemacht, denn es war wirklich eine unglaublich steile Piste, die schon manches Auto nur mit Hilfe geschafft hatte. Da das Wetter auf der Weiterfahrt entlang des Sees immer besser wurde, entschlossen wir uns zu einem Ausflug nach Cochrane. Die Piste war zwar übles Wellblech, aber die Landschaft entschädigte uns dafür. Wir fuhren am Lago Bertrand vorbei und folgten dem Flusslauf des Rio Baker, der sich malerisch durch die Berge und Schluchten wand. In Cochrane tankten wir wieder auf und sahen eine breite Regenfront immer näher kommen. Kurz entschlossen machten wir uns auf den Rückweg und fuhren dem Regen voraus wieder durch die wunderschöne Berglandschaft. Zurück am Lago General Carrera leuchteten die Berge auf der gegenüber liegenden Seeseite in den schönsten Farben der untergehenden Sonne. Nun hieß es einen Fotoplatz zu finden und dieses Schauspiel festzuhalten. Nach einiger Suche fanden wir auch einen schönen Platz. Die Farben waren zwar nicht mehr ganz so intensiv, aber es war immer noch beeindruckend schön. Danach war es an der Zeit, eine Campsite zu suchen. Leider war in unserem Campingführer auf dieser Seeseite nur eine kostenlose Campsite ohne Komfort am Ortsrand von Puerto Guadal aufgeführt. Wir fuhren noch etwas weiter in Richtung Chile Chico, doch wir fanden nichts, wo wir uns hinstellen konnten. Also wendeten wir und schauten uns die heruntergekommene Campsite mal aus der Nähe an. Mit Ach und Krach kamen wir mit unserem „Bully“ durch das Eingangstor und fuhren zu einer geeigneten Übernachtungsstelle etwas weiter in Richtung Strand. Es sah eigentlich ganz nett dort aus. So wollte Chris noch etwas rangieren und uns in eine schöne Position mit Seeblick bringen, aber es ging nichts mehr. „Bully“ war im weichen Kies auf einer Seite mit dem Hinterreifen eingesunken. Dank Afrika bekamen wir keine Panik und machten uns ans Schaufeln. Chris fand noch ein paar Bretter, die man unter die Reifen legen konnte und nach einiger Arbeit bekamen wir unser Auto frei, aber nur, um einen Meter zurück wieder im Kies zu versinken. Diesmal waren wir richtig weg. Chris schaufelte fast einen Meter tief und auch mit Brettern war ein Freikommen unmöglich. Mittlerweile war es dunkel und wir langsam am Verzweifeln. Da ging Chris los in Richtung Dorf und wollte Hilfe holen. Mit viel Glück und dem richtigen spanischen Wort für großen Wagenheber (La Gata) machte er sich auf den Weg, während ich am Auto blieb und noch etwas weiter schaufelte. Es dauerte einige Zeit, da beleuchteten Scheinwerfer die Campsite. Chris hatte nach mehreren erfolglosen Versuchen tatsächlich jemanden gefunden, der uns helfen wollte. Als der Chilene dann unser „klitzekleines“ Auto und das Problem sah, war er doch etwas ratlos und fuhr wieder weg. Per Handzeichen signalisierte er uns, dass er Hilfe holen würde. Er kam wirklich wieder und brachte einen jungen Mann mit, der gleich alles in die Hand nahm. Mit weiterem Buddeln und Ziehen durch den 4x4 bekamen wir unser Auto endlich wieder frei. Aber auch die Freude währte nicht lange, denn beim Wendeversuch steckte „Bully“ wieder im weichen Kies fest. Es war fast wie in einer Endlosschleife. Wieder hieß es buddeln, Latten unterlegen und dann endlich mit Hilfe des Suzuki stand unser Auto irgendwann vor dem Campeingang. Der Alptraum war endlich vorbei! Chris spendierte noch eine Runde Bier an die fleissigen Helfer und gab dem jungen Burschen noch ein Trinkgeld, das er nur widerwillig annahm. Wir waren endlos erleichtert, aber einen Platz zum Schlafen hatten wir immer noch nicht. Hinzu kam, dass Chris mehr als schmutzig war und eigentlich eine Dusche gebraucht hätte. Da es aber schon 22.45 Uhr war, lohnte eine weitere Campingplatzsuche nicht wirklich. Wir fuhren etwas weiter und stellten uns einfach in die Einfahrt der Lodge „Zera Luna“. Chris suchte noch nach den Besitzern, aber die waren wohl schon im Bett und so wusch er sich etwas und dann schliefen wir auch schon erschöpft, aber zufrieden ein. Tageskilometer: Cerro Castillo - Lago General Carrera 330 km Übernachtung nahe Puerto Guadal am Lago General Carrera: kostenlos - Chile |
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Donnerstag, 1. März |
9. Tag |
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Sehr früh machten wir uns wieder auf den Weg. Das Wetter war ziemlich schlecht und ein eisiger Wind machte das Aussteigen fast unmöglich, denn entweder riss er einem die Tür fast aus der Hand, oder man musste sich mit aller Kraft gegen die Tür stemmen, um sie überhaupt aufzubekommen. Trotzdem war die Strecke in Richtung Chile Chico ein Hochgenuss, denn die Straße dorthin gehört zu den landschaftlich schönsten Routen in ganz Patagonien. Immer wieder hat man wunderbare Ausblicke auf den See, aber auch die Straße an sich ist genial. In schon fast abenteuerlichen Kurven führt sie zum Teil durch Felsen an der Steilküste entlang und man hat immer wieder Ausblicke auf türkisfarbene Buchten und die schneebedeckten Gipfel der Anden. So brauchten wir für ca. 122 km fast vier Stunden und waren total begeistert. Die Grenze in Chile Chico hätten wir fast übersehen, denn die Straße war offen und nur ein paar Häuser standen an der Seite. Da dort zum Glück alle anhielten und wir was von Aduana = Zoll lasen, hielten wir an. Die Grenzabfertigung ging schnell und problemlos und nun ging es nach Argentinien. Wir fuhren die Straße entlang, doch keine Grenze kam. Immer weiter führte uns der Weg und immer noch war nichts von einer Grenze zu sehen. Wir überlegten schon, ob wir die argentinische Grenze vielleicht übersehen hätten, da tauchten in der Ferne die Umrisse von Häusern und natürlich auch die Grenze auf. Auch an der argentinischen Grenze ging alles sehr schnell und wir mussten nicht einmal einen Zettel ausfüllen, da dort alles über den PC lief. Wir fuhren bis zum Ort Perito Moreno und tauschten dort erst einmal Geld am Automaten. Auf der geteerten Ruta 40 ging es weiter in Richtung El Chaltén, aber soweit fuhren wir an diesem Tag nicht mehr. Die Straße war leider nur anfangs geteert, es wurde viel gebaut und auch die Piste war in einem sehr guten Zustand. Wir hielten an der Estancia „La Siberia“, da dort Camping angeboten wurde. Dort gab es in der Nähe einen schönen türkisfarbenen See, an dem wir den Sonnenuntergang verbrachten. Unsere Campingwirtin war total nett und dachte, wenn sie mit uns langsam und laut redete, würden wir sie schon verstehen. Leider war dem nicht so, aber etwas Verständigung mit Händen und Füßen war schon möglich. Auf der Estancia gab es zwei zahme Guanacos, die Micky und Mouse hießen. Die Hunde hatten viel zu tun, die Zwei von der Farm fern zu halten und einmal stand einer Chris fast Nase an Nase gegenüber. Sie bekamen beide einen Schreck und schon waren die Hunde wieder am Zurücktreiben des Ausreissers. Natürlich gab es dort auch zwei Katzen. Der Kater Willi erkundete unser Auto und die Katze Monina legte sich am Abend im Restaurant in meinen Arm und schlief tief und fest. Zwischendurch wurde immer wieder geschmust. Da fühlte ich mich fast wie zu Hause. Erwähnenswert war auch noch der oberleckere Kuchen, den die Besitzerin verkaufte und den wir uns gut schmecken ließen. Tageskilometer: Lago General Carrera - Estancia La Siberia 559 km Übernachtung: Estancia La Siberia (35 Peso für Camping und drei Stücke leckeren Kuchen) - Argentinien |
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Freitag, 2. März |
10. Tag |
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Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns zeitig auf den Weg, denn unser Tagesziel war das bekannte Fitz Roy Massiv im Nordteil des Nationalparks Los Glaciares. Unterwegs sahen wir unzählige Guanacos, die neben zahlreichen Pferden an der Straße grasten. Sie waren zwar relativ scheu, aber man konnte sie recht gut von weitem beobachten. Die Landschaft war karg und flach. So hatten wir uns irgendwie immer Patagonien vorgestellt. Nach und nach änderte sich das Bild und schon bald waren die ersten schneebedeckten Gipfel wieder in Sicht. Das Fitz Roy Massiv zeigt sich in seiner ganzen Schönheit. Leider wurden die Wolken langsam dichter und die Sonne verschwand dahinter, aber die Berge blieben frei. Auf unserem Weg in Richtung El Chaltén konnten wir einen Kondor beobachten, der majestätisch seine Kreise am Himmel zog. Fast die gesamte Straße bis zum Ort war schon geteert und nur die letzten 10 km waren gerade in Arbeit. Mittags meldeten wir uns erst einmal in der Touristeninformation, die gleich links am Ortseingang liegt. Die Mädels dort sprachen super englisch und informierten uns über die Campingmöglichkeiten in der Stadt und die Wanderwege. Sie rieten uns auch, gleich heute noch zur Laguna Torre zu wandern, da am nächsten Tag das Wetter noch schlechter sein könnte und an diesem Tag die Gipfel frei waren. Wir stellten unser Auto auf den Parkplatz vor der Campsite Madsen, packten unsere Foto- und Verpflegungsrucksäcke und los ging es. Nun hieß es erst einmal den richtigen Weg aus der Stadt zu finden. Aber nach einigen Fragen und Schauen war es geschafft und wir standen auf dem richtigen Weg. Wir starteten unsere Tour vom Norden der Stadt aus. Es ging gleich relativ steil bergauf und so machten sich die bewegungsarmen Fahrtage schnell bemerkbar. Zum Glück ging der Weg auch flach durch einen kleinen Südbuchenwald und so konnten wir immer wieder neue Kräfte für den nächsten Aufstieg sammeln. Den ersten eindrucksvollen Blick auf den 3128 m hohen Cerro Torre und den Gletscher hat man vom Mirador Laguna Torre aus, den wir nach ca. einer Stunde erreicht hatten. Dann ging der Pfad rechts weiter, entlang des Rio Fitz Roy. Dabei durchquert man noch auf gerader Strecke einen schönen Buchenwald. Unser Ziel, den Cerro Torre, hat man immer wieder vor sich und trotzdem zieht sich der Weg noch 1,5 h hin, bis man endlich vor dem Geröllfeld steht. Nach einem letzten kurzen Aufstieg hat man dann die Lagune und den Glacier del Torre in seiner ganzen Schönheit vor sich. Dahinter ragen gewaltig die Spitzen des Cerro Torre in die Höhe. Auf der Lagune schwammen kleine Eisberge. Nur leider fehlte die Sonne, aber wir hatten ja schon Glück, dass es nicht stürmte oder regnete und es sogar relativ warm war. Direkt am See kühlte man aber schnell aus und wir zogen gerne unsere Jacken an. Hier verbrachten wir eine ganze Zeit, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Später kam sogar noch einmal kurz die Sonne heraus, die die Felsen von hinten anstrahlte. Die Wanderung war ca. 20 km lang und hat uns super gefallen. Leider hatte ich vergessen, meine Wandersocken anzuziehen und hatte so noch Tage später mit heftigen Wasserblasen zu kämpfen – aua! Zurück wählten wir den anderen Weg direkt ins Zentrum von El Chaltén. Er war landschaftlich noch etwas schöner, denn nach einem steilen Abstieg, der mit Seilen gesichert war, lief man mit Blick auf den Rio Fitz Roy weiter dem Ort entgegen, den wir gegen 17.00 Uhr wieder erreichten. Für diese 20 km lange Tour brauchten wir mit einigen Fotostopps und Pausen gute 5 Stunden. El Chaltén ist eigentlich ein kleiner staubiger Ort, aber mit einem ganz besonderen Charme. Wir entdeckten neben unzähligen Reiseanbietern und Restaurants auch eine Wäscherei. Chris lief gleich hinein und überredete die Frau, dass wir ihr sofort unsere Wäsche bringen konnten und sie dann um 21 Uhr wieder abholen würden. Ca. 4 h braucht sie ungefähr dafür und wir waren gerade noch so in der Zeit. Nebenbei entdeckten wir auch noch eine Parrilla mit einem Asadogrill im Fenster. Chris bekam gleich riesige Augen und verschwand in dem Restaurant. Witzigerweise kam er mit der Info wieder, dass wir gleich nebenan im Hostel „Youth“ gegen Bezahlung heiss duschen könnten und es dort auch Internet gäbe. So stand dann schon das Abendprogramm. Nachdem wir die Wäsche weggebracht hatten, gingen wir erst einmal heiss duschen und danach noch ca. 1 h ins Internet. Dann fielen wir hungrig in die Parrilla ein. In dem Restaurant aßen wir unser bestes Grillfleisch, tranken dazu eine leckere Flasche Rotwein und Chris holte noch nebenbei die Wäsche wieder ab. Zum Campen gingen wir auf den kostenlosen Platz am Ortseingang, denn dort war die einzige Möglichkeit, mit dem Auto zu stehen. Sehr zufrieden schliefen wir bald tief und fest. Tageskilometer: Estancia La Siberia - El Chaltén 224 km Wanderung zur Laguna Torre: 20 km Übernachtung: Campsite direkt gegenüber der Touristeninformation in El Chaltén ( kostenlos) |
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Samstag, 3. März |
11. Tag |
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Irgendwie hatten wir etwas zu lange geschlafen und kamen erst um 7.00 Uhr von der Campsite los. Eigentlich wollten wir ja schon zur Dämmerung den Blick auf den Fitz Roy genießen, aber wir hatten verschlafen. Egal, das erste Licht bekamen wir trotzdem mit und glücklicherweise konnte ich den Fitz Roy noch ohne Wolken fotografieren. Leider zog es dann sehr schnell zu, aber es war so eindrucksvoll, den Wolken, die an den Felsen hingen, zuzuschauen, dass wir länger als geplant blieben. So konnten wir uns erst um 9.30 Uhr von diesem gigantischen Massiv losreißen. Die Strecke zum südlichen Teil des Nationalparks Los Glaciares ist anfangs noch geteert und führte am Lago Vidma entlang, von dem aus man noch einmal einen tollen Blick auf die Anden hat. Leider endete bald darauf die Teerstrecke und es ging auf staubiger Piste weiter, entlang des Rio La Leona. Auf einmal hielt Chris den Wagen an und stieg aus. Hoffentlich nicht schon wieder ein kaputter Reifen, dachte ich noch, als Chris mir meine Vermutung bestätigte. Wir hatten schon wieder einen Platten! Zum Glück war die Straße gut und unser Werkzeug im Auto. Chris machte sich schnell an die Arbeit, als auf der Gegenspur ein Auto hielt. Auf Englisch fragte uns ein Mann, ob wir Hilfe bräuchten. Wir sagten nein und erwarteten, dass sie weiter fuhren. Aber das Auto parkte und vier Leute samt Hund stiegen aus dem Auto und packten sofort mit an. Unsere Helfer hatten auch einen richtig großen Wagenheber dabei, denn unserer war fast zu klein für die Reifen. Wir kamen noch ins Quatschen und es stellte sich heraus, dass das eine Paar aus Texas zu Besuch in Argentinien war und mit dem anderen Paar eine Rundreise machte. Es war richtig nett. Zum Abschluss machten alle noch ein Foto und dann konnte die Fahrt weiter gehen. Nach insgesamt 36 km Piste kam dann wieder Teer und wir erreichten mittags El Calafate. Dort fanden wir auch gleich einen Reifenhändler, der aber erst wieder um 15 Uhr öffnen würde. Jetzt hatten wir genug Zeit, uns etwas im Ort umzuschauen, Pizza zu essen und uns für eine Drei-Gletschertour zum Upsala-, Spegazzini- und Onelli-Gletscher anzumelden. Zwar sollte das Wetter nicht so gut sein, aber wir wollten die Gletscher unbedingt sehen. Auch an diesem Tag zog es langsam immer mehr zu, aber wir wollten uns unbedingt den Perito Moreno Gletscher anschauen, den wir um 17.30 Uhr nach einer Fahrt entlang des Lago Argentino erreichten. Dieser eindrucksvolle Gletscher gehört zu den dynamischsten und am leichtesten zugänglichen Eisfeldern der Erde. Aber er ist nicht nur eindrucksvoll anzuschauen, sondern auch akustisch ein Erlebnis, wenn riesige Eisberge von der Gletscherwand in das Wasser krachen. Dieses Schauspiel kann man von mehreren gut angelegten Plattformen aus beobachten und hören. Trotz des mittlerweile schlechten Wetters genossen wir die Aussicht auf den Gletscher und hofften noch auf ein paar Sonnenstrahlen, die es aber leider nicht mehr gab. Irgendwann rissen wir uns dann von den blau schimmernden Eismassen los und machten uns auf den Weg (62 km) zum Lago Rocca, wo wir diese Nacht campen wollten. Vorher hatten wir vergeblich im Park nach einer Campsite Ausschau gehalten und überlegt, ob wir uns auf die Picnicsite stellen sollten, aber wir waren mal wieder zu brav und fuhren weiter. Langsam wurde es dunkel und die Strecke zum Lago Rocca zog sich scheinbar endlos hin. Hinzu kamen noch etliche Kaninchen, die plötzlich aufgescheucht vor das Auto sprangen, aber zum Glück waren wir viel zu langsam. Immer wieder schauten wir, ob wir noch richtig waren oder vielleicht die Campsite übersehen hatten und fuhren unsicher weiter. Endlich entdeckten wir die Einfahrt. Im Nachhinein waren wir sehr froh, den weiten Weg dorthin auf uns genommen zu haben. Die Campsite war einfach toll. Obwohl es schon dunkel war, konnte man noch genug von der Landschaft erkennen und auch die sanitären Anlagen waren gepflegt und sauber. Als I-Tüpfelchen gab es sogar eine Heizung in der Dusche – was für ein Luxus und Hochgenuss. J Als mir nach dem Duschen auch noch eine bildschöne Katze über den Weg lief, fühlte ich mich schon fast wie zu Hause und auch der Regen in der Nacht konnte uns nicht ärgern. Tageskilometer: El Chaltén - Perito Moreno - Lago Rocca 362 km Übernachtung: Camping Lago Rocca (24 Peso) - Argentinien Parkeintritt Perito Moreneo: 30 Peso |
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Sonntag, 4. März |
12. Tag |
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Um 7.30 Uhr fuhren wir los, denn wir mussten ja noch ein paar Kilometer bis zu unserem Katamaran in Puerto Bandera fahren und wollten noch ein paar Fotostopps einlegen. Am Hafen kamen wir pünktlich um 8.30 Uhr an, zahlten vor Ort noch den Parkeintritt und gingen dann an Bord. Das Schiff war vielleicht toll – ein zweistöckiger Katamaran der Luxusklasse. Zuerst war Chris etwas enttäuscht, weil wir unten saßen und oben eine bessere Aussicht gewesen wäre, aber schnell sah er ein, dass wir unten viel mehr Möglichkeiten zum Hinausgehen hatten und die Fläche einfach viel größer war. Zum Glück war das Schiff auch nicht ausgebucht und so hatten wir drei Sitzplätze für uns zur Verfügung. Beim Ablegen begleitete uns die Sonne noch ein Stück des Weges, aber man konnte weiter vorne in den Kanälen schon die Schlechtwetterfront sehen.
Gleich am Anfang hielt das Boot bei einem Kondornest in einer Felswand, in dem ein Kondor mit einem Jungvogel saß. Es war schon aufregend, diese tollen Vögel einmal aus der Nähe anzuschauen. Als nächstes erreichten wir den Spegazzini-Gletscher, der sich uns von seiner schönsten Seite zeigte, denn gerade als wir dort ankamen, schaute noch einmal kurz die Sonne durch die Wolken und beleuchtete das Eis. Das war wirklich eine beeindruckende Vorstellung. Dann ging die Fahrt zügig mit ca. 45 km/h weiter zum nächsten Höhepunkt, dem Upsala-Gletscher. Die Gletscherkante ist 16 km lang und schon durch ihre Größe sehr eindrucksvoll, da kommt man sich selbst in dem großen Katamaran sehr klein vor. Weiter ging es durch riesige blaue Eisberge, die zum Teil in den verschiedensten Blautönen schimmerten. Durch die schnelle Fahrt und immer wieder etwas Regen hatte es ziemlich abgekühlt und wir waren froh, unsere dicken Jacken, Mützen und Handschuhe mit an Bord genommen zu haben. Zum Abschluss legten wir in der Onelli-Bucht an und hatten dort zwei Stunden Aufenthalt. Eine englisch sprechende Reiseleiterin führte uns durch einen kleinen Wald voller knorriger Bäume und Farne zur Onelli-Bucht, in der mehrere Gletscher zu sehen sind. Im See schwammen viele kleine Eisberge. Chris konnte sogar einen „fangen“ und mal kosten. Leider setzten sich dann etwas später die Regenwolken durch und so wanderten wir im Dauerregen zurück auf das Boot. Die Rückfahrt verlief zügig und ohne Stopps. Trotzdem waren wir fast die ganze Zeit fasziniert draußen und genossen die Landschaft. Chris musste sich noch den obligatorischen Gletschereis-Whisky kaufen, denn zuvor hatte die Mannschaft einen großen Eisbrocken aus dem Wasser gefischt. Der Ausflug war ein voller Erfolg und wir können diese Tour nur jedem Reisenden empfehlen, denn es ist einfach gigantisch, so nah an die Gletscher und Eisberge heranzukommen, die inmitten einer wunderschönen Landschaft liegen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir am Lago Argentino und machten ein paar Schlechtwetterbilder, bei sagenhaftem Wind und einer bedrohlichen Wolkenstimmung. Zum Abend fuhren wir wieder auf unsere Campsite am Lago Rocca, genossen die heissen Duschen und verarbeiteten die Eindrücke des Tages. Tageskilometer: Puerto Bandera - Lago Argentino - Lago Rocca 126 km Übernachtung: Lago Rocca ( 24 Peso) - Argentinien Parkeintritt: 30 Peso am Hafen Dreigletscherbootsfahrt: 175 Peso p. P. | |||
Montag, 5. März |
13. Tag |
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Wir beschlossen sehr früh aufzubrechen, denn wir wollten noch einmal unser Glück am Perito Moreno Gletscher versuchen. Weit kamen wir jedoch nicht, denn die Dämmerung ließ die Berge wunderschön leuchten und auch der Perito Moreno Gletscher war aus der Ferne zu sehen. Hier verbrachten wir eine lange Zeit, bis das erste Licht kam und fuhren dann erst weiter direkt zum Gletscher. An diesem Morgen passte einfach alles. Die Sonne bestrahlte das Eis, ein paar weiße Wolken hielten sich noch an den Bergen und der Himmel strahlte in einem intensiven Blau. Es sah einfach unbeschreiblich schön aus. Durch die Sonne brachen einige sehr große Eisberge mit lautem Getöse in den See, der Gletscher kalbte. Es war gigantisch und wir waren froh, noch einmal den Weg zum Gletscher gefahren zu sein. Nur sehr schwer konnten wir uns mittags von den blauen Eismassen trennen, aber vor uns lag noch der weite Weg zum Nationalpark Torres del Paine. Die Straße war sehr gut und so kamen wir anfangs relativ schnell voran. Leider zweigte dann eine Gravelroad von der Teerstraße ab und der Spaß begann. Durch den vielen Regen der vergangenen Tage war die Straße dermaßen aufgeweicht und schlammig, dass wir nur sehr langsam und vorsichtig vorankamen. Ständig mussten wir durch tiefe Pfützen fahren und unsere Scheiben waren voll mit braunem Schlammwasser. Zum Glück wurde es jedoch nach 10 km besser und die Straße war wieder befahrbar Die argentinische Grenze war eine Show. Als wir ankamen, stand gerade eine Gruppe Japaner vor dem Eingang und ließ sich mit einem Schaf fotografieren. „Typisch“, dachten wir noch mit einem Schmunzeln und hätten nicht geglaubt, dass wir selber bald so ein witziges Bild in der Tasche hätten. Es ging sehr gemütlich und unproblematisch zu, dann erklärte uns der Zöllner, dass er das zahme Schaf „Pippo“ mit der Hand aufgezogen hätte und wir es ruhig streicheln könnten, er machte auch ein Bild. J Danach durften wir dann weiter fahren und die Zöllner winkten uns hinterher. Die chilenische Grenze konnte da leider nicht mithalten, aber auch hier kamen wir unproblematisch durch und fuhren in den Ort Cerro Castillo. Jetzt mussten wir nur noch tanken, denn unser Sprit würde zwar bis zum Nationalpark Torres del Paine ausreichen, aber für die Rückfahrt wäre er zu knapp. Wir fanden jedoch in dem ganzen Ort keine Tankstelle. Wir sahen zwar ein Copec Schild mit Pfeil, aber von einer Tankstelle keine Spur. Mit Nachfragen und Wegbeschreibung standen wir wieder an dem gleichen Schild und dann kam auch jemand und bedeutete uns, zu drei kleinen Holzhütten zurückzufahren. Dort sollte es Diesel geben? Skeptisch schauten wir dem Tankwart zu. Er öffnete eine kleine Klappe in dem Häuschen, holte einen Zapfhahn heraus und betankte unser Auto. Eine so ungewöhnliche Zapfstelle hatten wir bis dato noch nie gesehen. Wir waren aber sehr froh, dass es sie gab. An einer Cafeteria holten wir uns noch ein paar Empanadas und fanden nach weiterem Suchen auch noch einen kleinen Lebensmittelladen, dort füllten wir unsere Vorräte auf. Dann konnte es endlich weiter gehen und wir näherten uns dem Nationalpark Torres del Paine. Schon von weitem sieht man das gewaltige Bergmassiv mit seinen unverkennbaren Spitzen aus der patagonischen Ebene herausragen. Der höchste Gipfel ist der Cerro Paine Grande mit seinen 3050 m. Er ist umgeben von den Spitzen des Paine Chico (1720m), der Torres del Paine (2850m) und den Cuernos del Paine (2600m). Sehr beeindruckt genossen wir diesen Anblick und fuhren weiter in den Park hinein. Im Park sind zahlreiche Gletscherseen und immer wieder blickt man von verschiedensten Perspektiven aus auf das Painemassiv. Guanacos weiden friedlich am Straßenrand und Nandus laufen aufgeregt vor den Autos davon. Hinzu kam das schöne Wetter, das die Landschaft in allen Farben leuchten ließ. Am Lago Sarmiento vorbei fuhren wir zu unserer Campsite Pehoe am gleichnamigen See und genossen den Sonnenuntergang von einem kleinen Hügel aus. Auf der Campsite lernten wir Markus und Nicole vom Bodensee kennen. Die zwei waren vier Tage lang das „W“ entlang gewandert und hatten erst an diesem Tag auf Grund des schlechten Wetters zum ersten Mal das Bergmassiv bewundern können. Da hatten wir ja mit unserer Ankunft richtig Glück gehabt. Abends wurde es empfindlich kalt, so waren wir schon bald in unserem Camper verschwunden. Tageskilometer: Lago Rocca - Perito Moreno - Torres del Paine 440 km Übernachtung: Campsite Pehoe - Chile Parkeintritt Perito Moreno Argentinien: 30 Peso p. P. Parkeintritt Torres del Paine Chile: 15000 Peso p. P. |
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Dienstag, 6. März |
14. Tag |
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Zum Glück hatten wir zum Schlafen die Decken auf unsere Schlafsäcke gelegt, denn in der Nacht kühlte es auf -4 °C ab. Auch im Auto hatten wir gerade mal 3 °C und wir fröstelten ganz schön beim Aufstehen. Wir kochten uns einen heißen Kaffee, den wir in unseren Thermobechern mit auf den Hügel nahmen und genossen dort eine wunderschöne, farbenfrohe Dämmerung bei einem sternenklaren Himmel ohne Wolken. Nur der Mond schien über den Gipfeln der Berge und die Gräser glitzerten vom Frost der Nacht. Mit dicken Jacken, Mütze und Handschuhen ging es gerade so, aber die Finger waren leicht taub vor Kälte, da tat ein wärmender Schluck Kaffee so richtig gut. Später leuchtete dann die Sonne die Berge an und tauchte sie in ein wunderschönes warmes Licht. Die Berge spiegelten sich im bewegten Wasser des Sees. Nach dem Frühstück erkundeten wir weiter den Park und fanden immer wieder tolle Fotomotive. So verbrachten wir einige Zeit am Rio Paine und fotografierten einen Teil des Paine-Massivs, das sich im ruhigen Wasser spiegelte. Dann wollten wir zum Lago Gray. Als wir an der Brücke „Puente Webel“ ankamen, hielt uns die Polizei auf und teilte uns mit, dass in einer Stunde dort die Präsidentin mit einem Hubschrauber landen sollte. Wir quatschten etwas und durften dann doch noch passieren und weiter zum Lago Gray fahren. Dort wanderten wir zum Ufer des Sees und sahen den Gletscher von weitem. Leider war das Licht nicht optimal, aber es war eine schöne Wanderung. Wir konnten auch zwei kleine Eisberge aus der Nähe bewundern und nahmen uns für den nächsten Besuch eine Bootsfahrt vor. An der Hosteria „Lago Gray“ erkundigten wir uns nach den Preisen und mussten erst einmal schlucken. 70 US$ für eine 4-stündige Bootsfahrt erschien uns dann doch etwas viel, aber wir wussten ja nicht, was da so alles geboten wird. Auf den Weg zu unserem Auto sahen wir noch eine Fuchsmutter mit zwei Jungfüchsen und einer von ihnen kam fast auf Streichelnähe zu uns heran. Zum Glück war die Brücke beim Zurückfahren wieder frei und wir konnten ungestört passieren. Am Nachmittag schauten wir uns noch die Laguna Azul an, von der man einen sehr schönen Blick auf die Cuernos des Paine Massivs hat. Die Campsite war sehr nett am Ufer des Sees angelegt, aber es zog uns wieder zu „unserer“ Campsite am Lago Pehoe. Unterwegs hielten wir noch an einem schönen Wasserfall und bewunderten riesige Guanakoherden aus der Nähe. Zurück auf der Campsite schnappten wir uns eine Flasche Rotwein, unsere Gläser und natürlich die Fotoausrüstung und wanderten wieder auf den kleinen Hügel. Dort genossen wir den wolkenfreien Sonnenuntergang und die letzten wärmenden Strahlen, ehe wieder eine eiskalte sternenklare Nacht anbrach. Tageskilometer: Rundfahrt im Torres del Paine NP 158 km Übernachtung: Campsite Pehoe - Chile |
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Mittwoch, 7. März |
15. Tag |
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Wir quälten uns nach einer wiederum bitterkalten Nacht aus unseren warmen kuscheligen Schlafsäcken und stapften müde durch den frostigen Morgen im Dunkeln auf den Hügel hinauf. Der Anblick des Paine-Massivs ist jedoch so überwältigend, dass sich das Frieren und frühe Aufstehen mehr als lohnt. Auch an diesem Morgen waren keine Wolken am Himmel, dafür lag aber leichter Nebel über dem See und mit dem wärmenden Kaffee in der Hand war es wieder ein echter Hochgenuss, dem Farbenspiel zuzuschauen. An diesem Morgen entschieden wir uns weiter zu fahren, aber es fiel uns sehr schwer, von dieser einmalig schönen Landschaft Abschied zu nehmen. Wir machten noch einige Fotostopps an einer Flamingolagune und einer Herde Guanakos, die wunderschön vor den Bergen grasten und fuhren dann schweren Herzens wieder nach Cerro Castillo zurück. Dort holten wir uns noch einmal in der Cafeteria die leckeren Empanadas und fuhren weiter nach Puerto Natales, wo wir die schöne Hafenkulisse bewunderten. Da es jedoch noch viel zu früh zum Verweilen war, entschieden wir uns, an diesem Tag noch bis Punta Arenas zu fahren. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer riesigen Gedenkstätte der Difunta Correa vorbei. Überall standen kleine Kapellen - teils mit brennenden Kerzen, davor lagen unzählige volle Wasserflaschen. Da mussten wir natürlich erst einmal anhalten und uns genauer umschauen. Die Legende der Difunta berichtet von einer jungen Frau, die mit ihrem Baby dem Bataillon ihres kranken Mannes zu Fuß folgte. Als ihr das Wasser und die Vorräte ausgingen, starb sie, das Baby an die Brust gebettet. Vorbeiziehende Maultiertreiber fanden sie so und zu ihrem Erstaunen lebte das Kind - von der toten Mutter ernährt. Sie wird interessanterweise besonders von den LKW-Fahrern verehrt, die immer wieder volle Wasserflaschen an den kleinen Kapellen abstellen, um den Durst der Difunta Correa zu löschen. Aber auch andere Dinge werden gespendet, so liegen mancherorts sehr viel Schrott und stellenweise so viele Autoteile, dass man sich fast daraus ein Auto zusammenbauen könnte. Solche Gedenkstätten sahen wir immer wieder vom Norden bis nach Ushuaia mehr oder weniger groß, aber alle sehr gepflegt und gut besucht. Kurz vor Punta Arenas riefen wir Sebastian von Trekker Chile an und erfuhren, dass gerade jemand von Trekker Chile vor Ort war, der mit uns gleich zum TÜV fahren würde. Am TÜV mussten wir zwar etwas warten, aber dann kam unser „Bully“ gleich an die Reihe. Es dauerte ca. 1,5 h, bis unser Auto seine neue TÜV-Plakette erhielt. In einer Werkstatt wollten wir gleich noch den Ölwechsel machen lassen, leider war es schon kurz vor Feierabend und der Filter musste erst noch besorgt werden. So machten wir einen Termin für den nächsten Morgen aus. Wir suchten dann noch ein Reisebüro, zu dem Sebastian das neue Versicherungspapier für unser Auto schicken wollte, aber leider hatte es nicht geklappt. Jetzt stand wieder die Frage nach einer Campsite an. Zuerst wollten wir es bei der Pinguinkolonie versuchen, aber an der Abzweigung von der Teerstraße stand kein Campingschild und auf gut Glück wollten wir nicht mehr so weit (38km) fahren. Also fuhren wir in die andere Richtung zum Park „Laguna Parillar“ und kamen dort mit dem letzten Dämmerlicht an. Der Park hatte feste Öffnungszeiten und wir hatten Glück, noch hineinfahren zu dürfen. Am Parkeingang bekamen wir gleich noch Feuerholz zum Grillen. Eine sehr schöne Campsite mit Feuerhäuschen erwartete uns und wir fühlten uns gleich heimisch. Mit uns war nur ein weiterer Camper da und so hatten wir den Platz fast für uns alleine. Nach einem leckeren Grillgang schliefen wir bald tief und fest. Tageskilometer: Torres del Paine NP - Punta Arenas - Laguna Parilla 500 km Übernachtung: Camping Laguna Parilla (12000 Peso) - Chile Parkeintritt: 1000 Peso |
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Donnerstag, 8. März |
16. Tag |
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| Dicke graue Regenwolken bedeckten den Himmel, aber es war viel wärmer als in den letzten Nächten und über dem Meer leuchtete der Sonnenaufgang in verschiedenen Gelbtönen. Wir machten noch einen kurzen Stopp an dem Schiffswrack „Lord Lonsdale“ und fuhren dann weiter in die Werkstatt. Leider dauerte es doch etwas länger und so kamen wir erst mittags weg aus Punta Arenas. Das Wetter war zum Glück nicht schlechter geworden, aber es war bewölkt und es kamen immer noch dicke Wolken vom Meer nach. So hatten wir leider auch in San Gregorio kein Sonnenlicht für die schönen rostigen Schiffswracks, aber es war trotzdem sehr eindrucksvoll. Wir legten an der Fähre zum Feuerland eine Punktlandung hin, denn kaum waren wir auf der Fähre, schon startete sie. Keine 20 Minuten später legten wir auf Feuerland an. Während der Fährfahrt begleiteten uns Delfine und auch Pinguine konnten wir immer wieder entdecken. Sogar die Sonne ließ sich wieder blicken und wir fuhren durch eine flache Küstenlandschaft unserem Tagesziel Ushuaia entgegen. Bis zur argentinischen Grenze war die Piste sehr schlecht. Schlaglöcher und Wellblech begleiteten uns ca. 120 km lang bis nach San Sebastian. Wir brauchten bis dahin über zwei Stunden und dachten schon, dass wir es unmöglich bis nach Ushuaia schaffen könnten. An der Grenze war viel los, aber eine halbe Stunde später waren wir in Argentinien und unsere Fahrt konnte weiter gehen. Zum Glück war ab der Grenze die Straße geteert, da sollten die restlichen 300 km natürlich kein Problem mehr sein. Je südlicher wir kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft und anstelle der flachen Felder und Wiesen gab es große wilde Wälder. Die Bäume sahen fetzig aus und waren stellenweise von Moosen bewachsen, so dass man sich vorkam wie in einer anderen Welt, in der es noch Feen und Kobolde gibt. Langsam kamen auch wieder Berge in Sicht. Leider wurde das Wetter wieder schlechter, aber nach dem Paso Garibaldi rissen die Wolken auf und wir kamen im schönsten Abendlicht in der südlichsten Stadt der Welt an. Ushuaia liegt am Beagle-Kanal und wird von bis zu 1500 m hohen Berggipfeln und Gletschern eingerahmt. Sie ist das wichtigste Tor zur Arktis und viele Kreuzfahrtschiffe legen in ihrem Hafen an. Hier mussten wir uns erst wieder im Stadtverkehr zurecht finden. Chris hatte ja nun schon etwas Übung darin, auch wenn wir bis heute nicht verstanden haben, welche Straße wann und warum Vorfahrt hat. Auf den ersten Blick enttäuschte uns Ushuaia etwas. Irgendwie hatten wir mehr erwartet, aber je länger man sich dort aufhält, desto mehr bekommt man von ihrem Charme mit und umso wohler fühlt man sich. Rückblickend war es eine der schönsten und gemütlichsten Städte, in der wir einige Zeit verbracht haben, und kann sich von ihrer Kulisse her mit Kapstadt messen. Nachdem wir uns etwas umgeschaut und fotografiert hatten, beschlossen wir, essen zu gehen. Wir suchten uns im Reiseführer das Restaurant „Kaupé“ aus und gönnten uns jeder ein leckeres Fischgericht (Hummerkrabben) und dazu eine schöne Flasche Wein. Da das Restaurant etwas erhöht lag, hatte man von dort einen tollen Blick auf Ushuaia und das Meer und wir genossen den Luxus. Wir wurden zwar nicht wirklich satt, aber das Essen war spitze und sehr edel. Danach mussten wir ja noch eine Campsite suchen, aber dank einem Tipp der Restaurantbesitzerin fanden wir sehr schnell den Campingplatz „Rio Pippo“. Chris erledigte die Anmeldung und ich baute in der Zwischenzeit unser Bett. Als er wieder kam, drückte er mir eine Steaksemmel in die Hand, die ihm der Hausherr mitgegeben hatte. Da wir ja sowieso noch etwas Hunger hatten, kam dieser Snack gerade recht. Da es im Restaurant auch Internet gab, gingen wir noch einmal hinein und Chris bekam sein erstes Bier in einer 1 l Flasche serviert. Da ich nun mit dabei war, kam der Hausherr gleich noch einmal an und drückte mir auch eine Steaksemmel in die Hand. Das war vielleicht lecker und super nett. Wir meldeten uns per Blog bei unseren Freunden und gingen später satt und zufrieden schlafen. Tageskilometer: Laguna Parilla - Punta Arenas - Ushuaia 686 km Übernachtung: Camping Rio Pippo, Ushuaia ( 26 Peso) - Argentinien Fähre Chile: 12000 Peso |
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Freitag, 9. März |
17. Tag |
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An diesem Morgen fuhren wir auf eine Landzunge, von der man einen schönen Blick auf den Hafen und die Stadt hat. Die Wolken hingen sehr tief und das Gegenlicht tauchte das Meer in eine goldene Farbe. Darin spiegelten sich die Segelboote des kleinen Yachthafens. Später fuhren wir in die Stadt und buchten die Vormittagsbootsfahrt auf dem Beagle-Kanal bei Patagonia Explorer. Wir gingen um ca. 10.30 Uhr auf ein sehr kleines Motorboot zusammen mit acht weiteren Passagieren und schipperten langsam aus dem Hafen, dann gab es erst einmal Kekse und Tee in der Kajüte. Da wir bis dahin noch nichts gegessen hatten, stürzten wir uns dementsprechend hungrig auf die Kekse. Die meiste Zeit verbrachten wir natürlich draußen auf dem Boot und beobachteten eine Seelöwenkolonie, viele Kormorane und andere Seevögel. Wir fuhren bis zum südlichsten Leuchtturm der Welt - „Faro Les Eclaireurs“ und legten später an einer Insel an. Dort besichtigten wir die einheimische Vegetation und sahen Vertiefungen, in denen früher die Indianer gelebt hatten. Die Indianer lebten dort ohne Kleidung nur mit einem Lendenschurz und einem Seelöwenfell bekleidet und rieben sich gegen die Kälte und den Wind die Haut mit dem Fett der Seelöwen ein. Krank wurden sie erst durch die Kleidung, die ihnen die „Zivilisation“ bescherte, da diese nicht nässebeständig war. Nach dieser schönen Bootsfahrt im warmen Sonnenlicht wollten wir uns den Nationalpark „Tierra Del Fuego“ anschauen. Er liegt nur 12 km westlich von Ushuaia, ist 63000 ha groß. Er beginnt im Süden am Beagle-Kanal und erstreckt sich bis zum Lago Fagnano. Die Parkbesucher können nur einen kleinen Teil des Parks im Süden besichtigen. Hier gibt es mehrere Campingplätze und ein gut ausgebautes Straßen- und Wanderwegenetz. Leider hatte es sich mal wieder sehr bewölkt und so erkundeten wir den Park bis auf ein paar kleine Spaziergänge mit dem Auto. Irgendwie waren wir etwas enttäuscht, denn unter diesen klangvollen Namen hatten wir uns einen wildromantischen mystischen Park vorgestellt und dieser Vorstellung entsprach die Wirklichkeit keineswegs. Er war zu sehr touristisch ausgebaut und erschlossen und hatte viel zu wenig Ecken und Kanten, auch die „Feenwälder“ vermisste ich. Dafür gab es wilde Kaninchen an jeder Ecke und davon so viele, wie ich noch nie in meinen Leben gesehen hatte. Sie mümmelten überall und ließen sich auch durch die Menschenmassen nicht stören. Nach einer kurzen Wanderung zu einigen Kaskaden, verließen wir den Park wieder und fuhren zurück nach Ushuaia. Dort spazierten wir noch etwas durch die Stadt und genossen die Urlaubsatmosphäre. Am Abend gingen wir noch einmal Hummerkrabben essen im Restaurant „Tia Elvia“ und zur Dämmerung auf die Landzunge mit Blick auf die Stadtkulisse und den Hafen. Es war wunderschön anzuschauen, wie sich die Lichter der Stadt im Wasser spiegelten und man im Hintergrund noch die Kulisse der Berge schemenhaft wahrnahm. Zurück auf der Campsite holten wir unsere Wäsche ab, gingen noch kurz ins Internet und bald darauf schlafen. Übernachtung: Camping Rio Pippo, Ushuaia ( 26 Peso) - Argentinien Parkeintritt Tierra Del Fuego: 20 Peso |
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Samstag, 10. März |
18. Tag |
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An diesem Morgen hieß es Abschied nehmen von dieser schönen Stadt mit ihrer einzigartigen Kulisse. Dicke Wolken waren über Nacht aufgezogen und erleichterten uns die Abreise. Am Garibaldi-Pass hatten wir starken Nebel, der immer dichter wurde, bis wir schließlich in Schrittgeschwindigkeit bei 20 m Sicht die Passhöhe erreichten. Hier konnte man fast gar nichts mehr sehen und es ging nur sehr langsam und vorsichtig weiter. Zu unserer Erleichterung wurde der Nebel im Tal wieder lichter und lag später als Hochnebel über den Wäldern. Ab und zu kam sogar einmal die Sonne heraus. Es war eine irre Stimmung, die perfekt zu den verwunschenen Wäldern passte. Die Grenze war wieder schnell passiert und auch die Wellblech- und Schlaglochpiste kam uns an diesem Tag gar nicht mehr so schlimm vor. Ca. 14.00 Uhr kamen wir an der Fähre an, doch zu unserem Entsetzen standen dort extrem viele Laster und Autos. Wir stellten uns schon auf eine lange Wartezeit ein, da die Fähre ja ca. eine Stunde braucht, bis sie wieder zurück ist. Glücklicherweise waren zwei Fähren im Einsatz und es passten enorm viele Autos darauf. So kamen wir nach ca. einer halben Stunde Wartezeit an Bord und waren bald wieder auf dem Festland. Hier passierten wir eine weitere Grenze von Chile nach Argentinien. Dort ging es etwas chaotisch zu, da die Grenzhäuser auf der argentinischen Seite neu gebaut wurden. So war der argentinische Zoll mit im chilenischen Grenzhaus, aber die Passkontrolle schon im neuen Haus. Alles etwas wirr, aber wir kamen zurecht und waren bald auf argentinischer Seite unterwegs. Das Wetter wurde immer schlechter und schon bald prasselte Dauerregen auf unser Auto herab. In Rio Gallegos war die Hauptstraße in Richtung Norden umgeleitet und die Beschilderung war wieder einmal so genial, dass wir irgendwo am Ortsrand herumirrten und die Auffahrt auf die Straße suchten. Dabei übersah Chris die Vorfahrt und hätte beinahe ein Auto gerammt. Aber dank Vollbremsung ging es noch einmal gut und der andere Autofahrer raste weiter. Zum Glück fanden wir auch bald darauf die Straße wieder und ließen den Ort hinter uns. Irgendwann wurde es heller und der Regen hörte auf, sogar die Sonne schaute heraus und ließ rings um uns herum die Regenwolken blau leuchten. Bei Isla Pavon hatten wir die Nase voll von der langen Fahrt, so schauten wir uns dort den Campingplatz an. Er lag am Fluss auf einer Insel und war sehr schön mit Grillstellen angelegt. Wir kauften im Ort noch Fleisch ein und grillten später gemütlich. Der Sonnenuntergang war an diesem Abend besonders schön, denn durch die Regenfront leuchtete der Himmel in verschiedenen Rottönen. Tageskilometer: Ushuaia - Isla Pavon 828 km (455 km von Ushuaia bis zur Fähre) Übernachtung Isla Pavon Argentinien: 10 Peso p. Stellplatz inkl. Dusche - Argentinien Fähre Chile: 12000 Peso |
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Sonntag. 11. März |
19. Tag |
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Um 6.00 Uhr früh starteten wir, denn an diesem Tag war die Pinguinkolonie von Punta Tombo unser Ziel. Die Schlechtwetterfront hatte sich verzogen, dafür bekamen wir aber den patagonischen Wind so richtig zu spüren. Er kam zum Glück seitlich, sonst wären wir bestimmt nicht mehr von der Stelle gekommen. Die Straße führte uns direkt am Meer entlang und immer wieder genossen wir die Aussicht auf die hohen Wellen, die sich an den Felsen brachen. Ca. um 17 Uhr kamen wir in Punta Tombo an. Dort erkundigten wir uns wegen der Übernachtung und erfuhren, dass wir uns mit dem Camper auf dem Parkplatz an der Confilteria (kleines Cafe) stellen können. Klasse, so brauchten wir nicht weiter fahren und konnten uns beruhigt auf den Weg zu den Pinguinen machen. Punta Tombo ist die größte Pinguin-Nistkolonie in Südamerika, in der über eine halbe Million Magellanpinguine leben bzw. ihre Jungen aufziehen. Leider waren zu dieser Jahreszeit nicht mehr viele Pinguine dort, aber es reichte aus, um diese witzigen Tiere aus der Nähe betrachten zu können. Einige Nachzügler wurden auch noch von den Eltern versorgt und bettelten pausenlos nach Futter. Die meisten Jungvögel waren jedoch schon auf dem Weg in den Norden nach Brasilien und die Altvögel würden ihnen im April folgen. Leider war das Gelände so abgezäunt, dass man nur an einer kleinen Bucht ans Meer herankam und dort die Pinguine beobachten konnte. Ansonsten konnte man nur von der Steilküste schauen oder hatte die Möglichkeit, an den Brutplätzen Pinguine zu beobachten. Man kam aber sehr nah an die Tiere heran und musste sogar aufpassen, dass man keines der Tiere trat. Um Pinguine direkt aus der Nähe und am Meer zu beobachten, braucht man ein extra Permit, das 200 US$ kostet und in der Stadt Rawson bei einer Behörde beantragt und gekauft werden muss. Das Gleiche gilt auch für die Halbinsel Valdez, erklärte uns ein netter Ranger. Abends waren wir alleine auf dem Parkplatz und spielten noch mit drei jungen Katzen, die zum Rangerhaus gehörten. Tageskilometer: Isla Pavon - Punta Tombo 920 km Übernachtung: Besucherparkplatz von Punta Tombo (kostenlos) - Argentinien Eintritt Punta Tombo: 20 Peso p. P. |
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Montag, 12. März |
20. Tag |
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Um 8.00 Uhr wanderten wir wieder zu den Pinguinen und verbrachten einen ruhigen Morgen ganz alleine an der Kolonie. Gegen 10.45 Uhr kamen die ersten Leute, da gingen wir gerade und fuhren weiter in Richtung Halbinsel Valdés. Sie ist ein 3600 km² großes Naturschutzgebiet mit einer Küstenlänge von über 400 km. Dort leben je nach Jahreszeit Seelöwen, See-Elefanten, Magellanpinguine, Orcas, Guanakos, Nandus, Maras, Füchse, Gürteltiere und zahlreiche Seevögel. Die größte Attraktion ist jedoch der Südliche Glattwal der sich vor Valdés paart und dort seine Jungen aufzieht. Man kann ihn zwischen Juni und Dezember beobachten. Aber auch Orcas werden besonders von Mitte Februar bis Mitte April vor der Küste gesichtet. Die Orcas jagen dort Seelöwen und landen dazu regelrecht auf dem Strand, was auf uns natürlich einen unwiderstehlichen Reiz ausübte. Gleich an der Touristeninformation erfuhren wir, dass an diesem Tag zwei Orcas in Punta Norte gesichtet wurden. So fuhren wir schnell nach Punta Piramides, tan | |||