2019 Neuseeland

10700 Kilometer und ein Pinguin

Dieses Jahr war es wieder einmal Zeit Neuland zu betreten. Endlich konnten wir einen weiteren Reisetraum verwirklichen, denn Christian bekam knapp 6 Wochen Urlaub genehmigt, den wir dafür nutzen wollten, um ans andere Ende der Welt zu reisen und Neuseeland zu erkunden. Dieser kleine Inselstaat im südlichen Pazifik reizte uns schon lange, doch bisher schreckte uns der lange Flug. Aber nun war es soweit und ich stürzte mich begeistert in die Planung. Schnell merkte ich, dass auch 6 Wochen für dieses Land viel zu kurz waren und musste schon im Vorfeld einiges von meiner Liste streichen. Einige Ausflüge, einen Campingplatz im Abel Tasman oder auch die Fähre, um von Wellington nach Picton zu kommen sowie unser Hotel in Auckland, buchte ich schon lange im Voraus. Aber ansonsten blieb die Reise zwar geplant aber offen, damit wir wetterbedingt jederzeit umplanen konnten, denn das Wetter ist in Neuseeland teilweise unberechenbar. Auch die Entfernungen und Strecken sollen sehr viel mehr Zeit erfordern, als man denkt oder Google angibt. So plante ich mit relativ wenigen Kilometern und war schon gespannt, wie es passen würde. Auch die eine oder andere Wanderung stand auf dem Programm, denn schnell merkte ich, dass man vieles nur zu Fuß erkunden kann.
Um flexibel zu sein, mieteten wir einen Camper. Dazu wendeten wir uns an bestCamper und buchten bei Maui einen Ultima - Kompaktcamper mit Dusche/WC. Wir wurden von Frau Merle Delbrück kompetent beraten und waren sehr zufrieden. Sie vermittelten uns auch gleich ein Reisebüro, das uns die Flüge mit der Singapur Airline buchte. Normalerweise mache ich das je selbstständig, aber in dem Fall war es perfekt, denn es war noch fast ein Jahr hin bis zur Reise und somit waren wir besser abgesichert im Falle eines Falles. So verging die Zeit und langsam rückte der Urlaub immer näher. Die Vorfreude stieg und die Aufregung wuchs. Was würde uns am anderen Ende der Welt erwarten, hatten wir an alles gedacht, würde uns das Land in seinen Bann ziehen und würden wir nach der Reise zufrieden zurück blicken???

Donnerstag, 21.02. – Freitag 22.02.2019

Da war er also, der Abreisetag. Wieder fiel mir den Abschied von unseren Katzen sehr schwer, zumal wir diesmal wirklich lange weg waren. Chris Mutti brachte uns zum Flughafen, wo wir unser Gepäck aufgaben. Diesmal hatte ich keinerlei Gewichtsproblem bei den Taschen, denn bei 35kg pro Nase, hatte ich eher ein Platzproblem. Aber wir konnten alles mitnehmen, was wir brauchten ohne groß auf das Gewichtslimit zu achten. So wanderte ein drittes Stativ mit in die Taschen und wir konnten mit fast allem relativ großzügig umgehen. Zum Schluss hätten wir noch gut 10 Kilo mehr untergebracht, aber mir fiel beim besten Willen nichts mehr ein, denn neben ein paar Küchenutensilien, war auch noch eine kleine Handsaftpresse mit ins Gepäck gewandert. Auch ein paar Knoppers nahmen wir für den ersten Morgen mit, denn wir würden erst nach 23 Uhr landen und konnten nichts mehr für ein kleines Frühstück einkaufen. Ich hatte zwar lange überlegt, denn für Neuseeland muss man bei der Einreise angeben, ob man Lebensmittel dabei hat, aber da man auch Schuhe angeben muss und ich definitiv mehr als ein Paar dabei hatte, waren die Knoppers auch schon egal.
Gut gelaunt saßen wir im Flieger der Singapur Airline und waren sehr zufrieden mit unseren Sitzplätzen in der Premium Economy, die wir uns für den langen Flug gegönnt hatten, da sie relativ günstig waren. Wir hatten genug Beinfreiheit und saßen nur zu zweit. Das war wirklich bequem und für so einen langen Flug eine kluge Entscheidung. Wir richteten uns ein und Chris durchsuchte schon mal den Filmkanal nach brauchbaren Filmen, während ich die Speisekarte studierte.
Dann ging es endlich los und unser Abenteuer begann. Wir schauten 4 Filme auf dem Weg nach Singapur unserem Zwischenstopp, aßen Schwein aus dem Wok und stießen mit einem Glas Champagner an. Die Zeit verging sozusagen wie im Fluge und schon landeten wir auf dem Flughafen von Singapur. Unser neues Gate war direkt neben dem Ankunftsgate, aber wir mussten uns noch 30 Minuten gedulden, bevor das Gate geöffnet wurde. Also spazierten wir durch den Flughafen, der an eine riesige Shoppingmal erinnerte. Besonders nett fanden wir die lustige Schweinedeko, denn dieses Jahr feiern die Chinesen das Jahr des Schweins.
Zurück am Gate A12 mussten wir wieder durch die Sicherheitskontrolle und schon saßen wir im Flieger und es ging weiter. Wir schauten noch einen deutschen Krimi, futterten mal wieder und dösten ein wenig.

  • Jahr des Schweins, Singapure Airport
  • Singapure Airport
  • Singapure Airport
  • Im Landeanflug

Nach gut 10 Stunden landeten wir um 23.40 Uhr auf dem Flughafen von Auckland bei leichtem Nieselregen. Hoffentlich war das kein Zeichen für das Wetter der nächsten Tage. Aber wir hatten keine Zeit uns darüber einen Kopf zu machen, denn erst einmal war unser Gepäck wichtig, das fast als erstes kam. Schon im Flieger hatten wir die Einreisepapiere ausgefüllt und brav bei Lebensmitteln und Schuhen ein JA angekreuzt. Die nette Beamtin fragte etwas genauer nach und wir bestätigten, dass die Kekse eingeschweißt sind und die Schuhe sauber sind und wir länger nicht mehr damit wandern waren. Schon war alles auf unserem Zettel grün und wir durften passieren. Nach knapp 30 Minuten waren wir schon auf dem Weg zum Mietwagen. Den Vermieter fanden wir zwar nicht auf Anhieb, aber ein netter Angestellter von Herz half uns weiter und schickte uns hinaus zu den Shuttlebussen. Der brachte uns zu Drive NZ, wo wir einen Toyota Corolla bekamen. Die Kiste war zwar schon ganz schön verbeult, aber das störte uns nicht wirklich für die nächsten drei Tage. Jetzt noch schnell die 20 Kilometer bis ins Hotel, dann war endlich Pause. Auch die kurze Autofahrt verlief problemlos. Wir fuhren zwar an der Hotelauffahrt vorbei, aber bei der zweiten Runde schafften wir es dann. Wir checkten ein und Chris fuhr den Wagen noch in die Tiefgarage, wo wir preiswerter als erwartet für 75 NZ$ drei Tage parken konnten. Unser Zimmer lag im 8. Stock. Wir hatten zwar keine Aussicht, aber das war uns ziemlich egal, denn wir würden eh die meiste Zeit unterwegs sein. Wichtig war, dass das Zimmer schön groß und sauber war und das Bett super bequem. Wir sprangen noch schnell unter die Dusche und fielen dann in das bequeme Bett und schliefen sofort ein, was nach der langen Anreise ja nicht wirklich verwunderlich war.

Übernachtung:Grand Millennium, Auckland

Samstag, 23.02.2019

Nach nur 4 Stunden Schlaf klingelte der Wecker um 6 Uhr morgens. Komischerweise waren wir relativ fit.
Auf dem State Highway 1 (SH 1) fuhren wir in Richtung Norden. Leider war das Wetter alles andere als gut. Es nieselte und sobald es hell wurde, war es grau. Das Positive war jedoch, dass es nicht kalt war und man es bei 20 Grad gut aushalten konnte. Unterwegs holten wir uns einen Kaffee und probierten dazu ein Blätterteig-Hühnchenteil, das erstaunlich gut schmeckte. Wolkenfetzen hingen an den sanften Hügeln. Es war grün und überall weideten Schafe und Rinder. Wir sahen auch jede Menge wilde Hühner und Puten. Es war richtig idyllisch und zum Glück hörte auch der Regen auf.
Um 9.00 Uhr kamen wir an den Waipu Caves unserem Ziel für den heutigen Tag an. In diesem Höhlen sollte es die berühmten Glow Worms geben (Arachnocampa luminosa). Sie werden ja als Glühwürmchen bezeichnet, sind aber eigentlich Larven der Langhornmücken. Die Larven leuchten, um Beute in ihre Fangfäden zu locken und verwandelten so eine Höhle in ein blau funkelndes Sternenmeer. Wir hatten schon ein paar Bilder gesehen und waren absolut fasziniert von diesem Schauspiel, das wir unbedingt mit eigenen Augen sehen wollten.
Auf dem Parkplatz standen einige Autos und es herrschte ein Kommen und Gehen. Wir schnappten unsere Stirnlampen, Kameras und Stative und liefen los. Der Weg bis zum Höhleneingang war nur kurz und schon standen wir in der ersten etwas größeren Höhle. Bis auf Felsen und Wasser sahen wir nichts. Wir liefen soweit es ging durch Schlamm und Wasser, das uns zum Teil bis zu den Oberschenkeln reichte, aber wir sahen nichts. Dafür wurde es immer enger und dunkler. Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg. Unterwegs sah ich im Schein unserer Stirnlampen Fäden von der Decke hängen. Da muss doch etwas zu sehen sein! Wir hielten an und machten die Lampen aus und warteten eine Weile. Erst einmal sahen wir noch immer nichts, aber als sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen hatten leuchtete hier und da ein blaues Pünktchen auf und es wurden immer mehr. Wie schön was das denn!!! Begeistert schauten wir die Höhlendecke an, die immer intensiver leuchtete. Ein wunderschöner Sternehimmel mitten in der Höhle leuchtete über uns. Es war einfach unbeschreiblich. Wir vergaßen fast zu atmen und starrten ehrfurchtsvoll die Höhlendecke an. Es war absolut still wie im Weltraum mitten in einer anderen Galaxie. Begeistert und völlig zeitvergessend verbrachten wir gut 2 Stunden in der Höhle. Immer wieder kamen Leute vorbei, die meist genauso begeistert waren wie wir. Wir lernten zwei Deutsche und einen Portugiesen kennen, der gleich bei Chris einen Sternefotografie Workshop machte. Jedenfalls nahm er dankbar jeden Tipp an und bekam ein paar schöne Bilder von den Glow Worms.
Auf dem Rückweg nach Auckland schauten wir uns noch die Piroa Falls im Waipu Gorge Scenic Reserve an. Den hübschen Wasserfall erreicht man nach einem kurzen 200m Spaziergang. Leider war es noch immer grau in grau, aber der Wasserfall war trotzdem super schön.
Am Nachmittag waren wir zurück im Hotel und sehr zufrieden mit unserem ersten Ausflug. Wir erkundeten noch etwas die Stadt und liefen bis zum Pier vor, wo drei riesige Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen. Das erklärte auch die Menschenmassen in der Stadt. Auf dem Rückweg aßen wir in einer kleinen unscheinbaren Pizzeria leckere NY Style Pizza, die unsere knurrenden Mägen füllte und richtig gut schmeckte.

  • Zugang zu den Waipu Caves, Nordinsel, Neuseeland
  • Waipu Caves mit Glow worms (Larven der Arachnocampa luminosa) an der Höhlendecke, Nordinsel, Neuseeland
  • Waipu Caves mit Glow worms (Larven der Arachnocampa luminosa) an der Höhlendecke, Nordinsel, Neuseeland
  • Waipu Caves mit Glow worms (Larven der Arachnocampa luminosa) an der Höhlendecke, Nordinsel, Neuseeland
  • Landschaft auf dem Weg zu den Waipu Caves, Nordinsel, Neuseeland
  • Piroa Falls, Nordinsel, Neuseeland
  • Downtown Ferry Terminal an der Queens Wharf, Auckland, Nordinsel, Neuseeland
  • Queens Wharf, Auckland, Nordinsel, Neuseeland

Den Nachmittag bzw. Abend verbrachten wir in Devenport, wo wir auf dem Victoria Hill die Aussicht auf die Skyline von Auckland betrachteten. Es war noch immer wolkenverhangen, aber hinter der Stadt blitzte sogar etwas blauer Himmel hervor. Während wir warteten wurde das Wolkenloch größer und es kam sogar die Sonne heraus, so dass die Skyline im leichten Gegenlicht vor uns lag. Leider verschwand die Sonne wieder, aber dafür wurde die blaue Stunde recht schön mit der Wolkenfront hinter der Stadt. Auf dem Rückweg warfen wir noch einen Blick auf die Skyline vom Ufer aus und beschlossen morgen noch einmal hierher zu fahren.
Mit Chips und Nüssen versorgt, fuhren wir ins Hotel zurück wo wir bei einem Glas Sauvignon Blanc den ersten Tag ausklingen ließen.

  • Skyline von Auckland vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Auckland Harbour Bridge im Sonnenuntergang, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland im Sonnenuntergang vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland nach Sonnenuntergang vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland nach Sonnenuntergang vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland zur Blauen Stunde vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland zur Blauen Stunde vom Victoria Hill, Devenport, Nordinsel, Neuseeland

Übernachtung:Grand Millennium, Auckland

Samstag, 24.02.2019

Diesmal starteten wir um 5.30 Uhr. Leider fing es auch an diesem Morgen bald zu regnen an. Mist, denn gerade heute hätten wir gutes Wetter gebaucht, denn an diesem Morgen ging es zum Hobbiton Movie Set. Ich hatte lange überlegt, ob wir uns diesem Kommerz antun sollen oder nicht, aber als „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ Begeisterte, entschieden wir uns dazu und waren schon mächtig gespannt, was uns erwarten würde. Leider nahm der Regen unterwegs eher zu als ab und meine Laune wurde immer gedrückter. Da konnte auch der gute Kaffee unterwegs nur wenig dran ändern. Kurz vor dem Hobbiton, wo wir um 8.30 Uhr die erste Führung gebucht hatten, schüttete es noch einmal wie aus Kübeln. Das konnte doch nicht wahr sein. Zum Glück hatte ich unsere Ponchos eingepackt, aber am liebsten hätte ich gefragt, ob wir die Tour auf einen anderen Tag verschieben könnten. Aber jetzt waren wir nun einmal da und beschlossen zu nehmen, was wir bekommen würden. Bis zur Abfahrt des Busses war noch etwas Zeit und so durchstöberten wir den kleinen Souvenirladen ein wenig.
Nach einer kurzen Einweisung lief im Bus ein Film über die Dreharbeiten und dann erklang die bekannte Melodie vom Auenland. Das war einfach bewegend. Langsam fuhren wir auf dem Gelände unserem Ziel entgegen. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und es kam sogar die Sonne heraus. Millionen Tropfen glitzerten im Sonnenlicht und es wirkte fast ein wenig verwunschen. Einen ersten Blick auf das Gelände konnten wir aus dem Bus von oben werfen, dann waren wir auch schon da und stiegen aus. Anfangs lauschten wir noch den Worten unseres Guides, aber als wir vor der wunderbaren Landschaft des Auenlandes standen, konnten wir nur noch staunen und unsere Kameras versuchten die kleinen Hobbit Häuser festzuhalten. Aber so ging es nicht nur uns. Es war soooo toll. Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Filmkulisse so gefallen würde, aber ich war wirklich hin und weg. Die meisten Häuser waren natürlich nur Fassade, aber sie waren so liebevoll gestaltet mit Blumen und vielen Details. So lagen frisch geerntete Kürbisse vor dem Haus, oder ein Beil steckte noch im gehackten Holz, gebackene Brote lagen zum Abkühlen draußen auf dem Tisch und Wäsche hing an der Leine. Aus einigen Schornsteinen stieg Rauch auf und man erwartete fast, dass ein Hobbit aus dem Fenster schaut oder seinem Tagwerk nachging. Leider verging die Zeit viel zu schnell. Einen kurzen Fotostopp machten wir noch an einem Haus, wo die Tür aufging und unser Guide von jedem ein Bild machte. Auch an Bilbos Hütte verweilten wir etwas länger. Leider rückte schon die nächste Gruppe nach. Zum Ende der Tour landeten wir natürlich im Green Dragon, wo wir aus tollen Hobbitkrügen Cidre und Bier tranken. Draußen am See lief das Mühlrad - es war so idyllisch. Das Glück war uns mehr als hold, denn noch immer lachte die Sonne. Natürlich mussten zwei Hobbitkrüge mit und so erstanden wir schon unser erstes Souvenir am zweiten Tag.

  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Chris als Riese, Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Millhouse, Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland
  • Hobbiton Movie Set, Matamata, Nordinsel, Neuseeland

In der Nähe befinden sich die Wairere Falls, die wir uns noch anschauen wollten. Der Track war gut besucht und mit 1,6 Kilometern angegeben. Es ging relativ gemütlich los, wurde dann aber etwas knackiger. So ging es gut bergauf, über Brücken, Stufen und Leitern bis wir den Wasserfall erreichten. Leider lag er im Gegenlicht und war sehr hoch. Aber die Wanderung war trotzdem sehr schön. Man hätte noch hinauf zur Fallkante laufen können, aber wir kehrten hier um und wanderten zum Auto zurück.

  • Wanderung zu den Wairere Falls, Waikato, Nordinsel, Neuseeland
  • Wanderung zu den Wairere Falls, Waikato, Nordinsel, Neuseeland
  • Wanderung zu den Wairere Falls, Waikato, Nordinsel, Neuseeland
  • Wairere Falls, Waikato, Nordinsel, Neuseeland

In Auckland liefen wir diesmal bei Sonnenschein durch die Stadt. Das machte sie zwar auch nicht schöner für uns, aber es machte eindeutig mehr Spaß. Auch diesmal kamen wir nicht am Pizzabäcker vorbei, wo wir uns wieder ein paar leckere Pizzateile holten. Gerade als wir aßen gab es einen heftigen Regenschauer, den wir zum Glück entspannt zuschauen konnten. Bei leichtem Nieselregen wanderten wir ins Hotel zurück.
Am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Devenport, diesmal zur Waterfront, wo die schöne Skyline von Auckland vor uns lag. Das Wetter wurde immer besser und leider verzogen sich fast alle Wolken und es gab keine schöne Lichtstimmung. Wir warteten die blaue Stunde ab, dann ging es zurück ins Hotel. Ich war so müde und geschafft, dass ich schon auf den Fahrt tief und fest schlief. Aber es half alles nichts. Ich musste im Hotel noch fertig packen, denn morgen früh würde es zeitig zu Maui gehen, wo wir unseren Camper übernehmen würden.

  • City Sightseeing Tours, Auckland, Nordinsel, Neuseeland
  • Sky Tower, Auckland, Nordinsel, Neuseeland
  • Auckland, Nordinsel, Neuseeland
  • Downtown Ferry Terminal an der Queens Wharf, Auckland, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland im Sonnenuntergang, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland in der Blauen Stunde, Devenport, Nordinsel, Neuseeland
  • Skyline von Auckland in der Blauen Stunde, Devenport, Nordinsel, Neuseeland

Übernachtung:Grand Millennium, Auckland

Montag, 25.02.2019

Am heutigen Morgen ließen wir es etwas gemütlicher angehen und gönnten uns das gute Hotelfrühstück. Der Kaffee war klasse und auch der Rest schmeckte hervorragend. Besonders die frisch gebackenen Kuchenteilchen waren richtig lecker.
Um 7.45 Uhr checkten wir aus und verließen das Hotel. Schon vorab hatte ich im Internet recherchiert und nach deutschen Bäckern gesucht. So bauten wir auf dem Weg zum Flughafen einen kleinen Zwischenstopp bei der deutschen Bäckerei – Brotzeit ein.
Wow, hier gab es alles was das Herz begehrte. Von knusprigem Brot bis zu Krapfen und natürlich schlugen wir zu, denn im Camper hatten wir ja sogar ein Gefrierfach. Wir kauften ein dunkles Körnerbrot und ein knusprigen Graubrot ein. Natürlich mussten auch ein paar Krapfen mit. Wir konnten sogar deutsch sprechen. Das war richtig nett und gut versorgt fuhren wir weiter zum Flughafen, wo wir kurz vorher mit unseren Toyota zu Maui abbogen. Hier war schon einiges los, aber wir kamen sofort dran. Eigentlich hätten wir noch etwas warten sollen, aber eine total nette Dame hatte sofort für uns Zeit und marschierte mit uns zu unserem Maui-Bert, der uns die nächsten Wochen durch Neuseeland begleiten würde. Ein Mercedes Bus mit 7.20 m Länge erwartete uns. Die Dame zeigte uns alles und wies uns in die diversen Knöpfe sowie sämtliche Zu- und Ableitungen ein. Zum Glück waren wir ja schon mal mit einem Camper unterwegs und so war das meiste kein Neuland für uns. Sie war so nett und gab uns sogar genug Drops für die Toilette mit, damit wir diese nicht noch unterwegs kaufen müssten. Das Schönste am Auto war jedoch – neben dem eingebauten Grill – dass der Wagen so gut wie neu war und nur 11000 Kilometer auf dem Buckel hatte. Es roch sogar noch alles neu. Nachdem wir den Camper übernommen hatten, fuhren wir an die Seite, wo ich schon mal einräumen wollte. Chris hatte ja noch ein anderes Problem, denn der Kleinwagen musste zum Vermieter. Es waren zwar nur ein paar Kilometer, aber zu weit zum Laufen. Am besten wäre ein Taxi meinte er und schaute sich suchend um. Genau in dem Moment rollte ein Taxi an uns vorbei und Chris lief darauf zu. Das Taxi war ohne Fahrer und rollte langsam aber stetig auf die parkenden Camper zu. Beherzt fasste Chris nach innen und lenkte es etwas zur Seite, bevor er die Handbremse zog. Danach ging er zu Maui hinein und fragte nach dem Fahrer des Taxis, der gerade auf der Toilette war. Etwas später kam der Fahrer angeflitzt und Chris übergab ihm sein heiles Taxi und fragte ihn, ob er ihn schnell zum Drive NZ Schalter begleiten könne, um ihn dann zurückzufahren.
Kurze Zeit später hatte der Taxifahrer Chris wieder bei Maui abgesetzt und wir konnten weiter packen. Als Dankeschön wollte er auch kein Geld haben. Ich war noch immer sprachlos, denn da war es wieder Chris unglaubliches Glück, im richtigen Moment das zu bekommen, was er wirklich braucht. Schnell war der Camper soweit eingerichtet und wir konnten losfahren. Nur die Reisetaschen bekam ich leider nirgends unter. Dafür konnten wir sie zum Glück ineinander stapeln und ließen sie auf der Sitzbank liegen.
Wir hatten sogar einen Toaster und elektrischen Wasserkocher, sowie einen normalen Kessel. Einzig eine Bodum Kanne, die auf den Anbieterbildern abgebildet war konnte ich nirgends finden. Mist, denn ich hatte unsere Espressokanne extra daheim gelassen. Aber danach wollten wir unterwegs Ausschau halten.

  • Tolle Brotauswahl in der Bäckerei – Brotzeit in Auckland
  • Maui Camper, Auckland
  • Maui Camper, Auckland
  • Unser Camper für die nächsten Wochen

Als erstes wollten wir zum Einkaufen. Ganz in der Nähe sollte es einen Countdown Supermarkt geben. Die Beschreibung dorthin war zwar etwas dürftig, so dass wir erst einmal falsch fuhren, denn eine normale Kreuzung war als Kreisverkehr angegeben, aber auf den zweiten Versuch kamen wir gut dort an. Der Parkplatz war schön groß, so dass wir unseren Camper gut unter bekamen. Der Supermarkt war groß und die Auswahl recht gut. So versorgten wir uns mit dem Nötigsten und konnten uns schon mal einen Überblick über die Produkte uns Preise machen. Obst und Gemüse hatten schon gesalzene Preise, aber die sollte man deutlich günstiger an privaten Verkaufsständen oder extra Shops bekommen. Das Brot war wie befürchtet hauptsächlich weicher Toast, aber die Semmeln sahen gar nicht so schlecht aus. Die Frischwurst bestand hauptsächlich aus Hühnchenfetzen und Putenscheiben sowie einigen Salamis, dafür sah die Fleischauswahl klasse aus und auch die Fischtheke war sehr vielversprechend. Käse gab es zur Genüge. Wir würden also weder verhungern noch uns ungesund oder ungewohnt ernähren müssen. Leider fanden wir keine Kaffeekanne…
Nachdem auch der Einkauf gut und sicher verstaut war ging es endgültig los und wir verließen Auckland. Die Sonne schien durch die Wolken und es war angenehm warm.

Als erstes fuhren wir zum Muriwai Beach, der an der Westküste der Nordinsel liegt. Hier befindet sich eine große Kolonie Australischer Tölpel, die die steilen Felsen und Klippen zum Nisten nutzen. Über ein Wegesystem kommt man bequem zu einigen Aussichtsplattformen und kann dort prima die Tölpel beobachten. Bei uns saßen sie zum Teil fast am Geländer. Natürlich kreisten sie auch über uns und so war es kaum verwunderlich, dass wir den einen oder anderen Glücksbringer abbekamen. Einmal traf es mich an der Sonnenbrille, die ich zum Glück auf der Nase hatte und zum zweiten Mal am Bein. Na wenn das kein Glück bedeutet, scherzten wir.

  • Kolonie mit Australischen Tölpeln (Morus serrator), Muriwai Gannet Colony, Muriwai Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Australische Tölpeln (Morus serrator) im Flug, Muriwai Gannet Colony, Muriwai Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Kolonie mit Australischen Tölpeln (Morus serrator), Muriwai Gannet Colony, Muriwai Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Altvogel füttert Jungvogel, Australische Tölpel (Morus serrator) im Flug, Muriwai Gannet Colony, Muriwai Beach, Nordinsel, Neuseeland

Auf unserem weiteren Weg erstanden wir in einem Homeware Laden eine super schicke knallrote Metall Bodum Kanne. Jetzt war alles gut und mein morgendlicher Kaffee gesichert.
Unser nächster Stopp war der Piha Beach, ein schöner großer Strand mit einem markanten Felsen dem Lion Rock, der den Strand in Nord- und Südhälfte teilt. Hier wanderten wir etwas am Strand entlang. Die Wellen rauschten und Möwen kreischten über uns. Auf dem Rückweg beschloss Chris noch die andere Strandseite zu erkunden und ich kletterte auf den Lion Rock und schaute von oben auf beide Strände hinab.

  • Piha Beach und Lion Rock, Nordinsel, Neuseeland
  • Piha Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Aussicht vom Lion Rock auf den Piha Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Piha Beach und Lion Rock, Nordinsel, Neuseeland

Danach fuhren wir noch ca. 4 km zum Karakare Beach weiter. Der Strand war hier zwar weiter weg, aber an einem Flüsschen entlang kam man idyllisch zum Meer. Ein markanter Felsen steht hier sehr fotogen im Wasser. Hier wollten wir den Sonnenuntergang verbringen.
Am Parkplatz standen noch zwei weitere Camper. In dem einen wohnten zwei Deutsche, die meinten, dass man hier übernachten darf. Am Abend sollte jemand vorbei kommen und einen kleine Gebühr berechnen. Da sie auf alle Fälle hier bleiben würden, beschlossen wir ebenfalls hier stehen zu bleiben und waren sehr zufrieden mit diesem tollen Campingplatz.
Wir schauten uns noch die Karakare Falls an, ein hübscher Wasserfall, der im Moment leider sehr wenig Wasser führte.
Danach gingen wir an den Strand vor und warteten auf den Sonnenuntergang. Leider waren keine Wolken am Himmel trotzdem war es super schön zuzuschauen, wie die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Wir warteten noch die Dämmerung ab, dann wanderten wir zu unserem Bert zurück.

  • Unsere Campsite am Karakare Beach, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach im Sonnenuntergang, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach im Sonnenuntergang, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach im letzten Licht, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach im letzten Licht, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach im letzten Licht, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Karakare Beach in der Dämmerung, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland
  • Chris am Karakare Beach in der Dämmerung, Whatipu Scientific Reserve, Nordinsel, Neuseeland

Heute testete Chris gleich mal unseren eingebauten Grill aus und zauberte leckere Lachssteaks, die zwar etwas dunkel wurden, aber trotzdem hervorragend schmeckten. So ging ein schöner erster Tag in unserem Camper zu Ende. Wir waren sehr froh über unsere Wahl, denn gerade der Grill war unser bestes Tool am Auto. Genauso würden wir ihn immer wieder buchen. Einzig unser Navi, das im Auto dabei war, machte uns Schwierigkeiten und lud nicht, so dass es ständig ausging, sobald der Strom weg war. Aber darum würden wir uns morgen kümmern.
Wir bauten unsere Sitzecke zu einem großen bequemen Bett um und schon bald schliefen wir zufrieden ein.

Übernachtung: Karekare Beach Parkplatz, kostenlos

Dienstag, 26.02.2019

Um 6.00 Uhr standen wir auf und frühstückten gemütlich. Dabei erwies sich unsere neue Kanne als absolut genial und der Kaffee schmeckte ausgezeichnet.
Ca. eine Stunde später brachen wir auf. Niemand war zum Kassieren gekommen, aber länger wollten wir nicht warten.
Über eine schöne Scenic Road, wo wir am Visitor Center kurz Pause machten und uns die Aussicht anschauten, fuhren wir wieder in Richtung Auckland. Bei Maui legten wir noch einen kurzen Stopp ein. Der Halter, über den unser Navi geladen wird, war defekt und wir bekamen einen neuen. Daraufhin funktionierte unser Navi problemlos.
Über den Pacific Coast Highway ging es in Richtung Coromandel Island. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch am Waitara National Refuge, einem landschaftlich sehr schönen Park, von dem man aus auf das Meer und die Halbinsel schauen konnte. Wir fuhren einige Aussichtspunkte an, spazierten ein wenig im schönsten Sonnenschein durch die Landschaft. Hier gab es einige Wanderwege, aber leider hatten wir dafür zu wenig Zeit, trotz des einladenden Wetters.

  • Aussicht vom Arataki Visitor Centre, Nordinsel, Neuseeland
  • Waitawa Regional Park, Waitawa Bay, Nordinsel, Neuseeland
  • Waitawa Regional Park, Waitawa Bay, Nordinsel, Neuseeland
  • Waitawa Regional Park, Waitawa Bay, Nordinsel, Neuseeland

Weiter ging es die Küste entlang. An einem See entdeckten wir sehr viele schwarze Schwäne. Sie überhaupt und dann noch in so großer Menge zu sehen begeisterte uns aufs Neue. Das Rot ihrer Schnäbel leuchtete richtig in der Sonne und das Schwarz ihrer Federn glänzte im Licht.
Unterwegs schauten wir uns einen Pack n‘ Save an und erstanden dort noch ein paar überlebenswichtige Dinge, wie ein selbstschärfendes Messer und ein zweites Brettchen. In der tollen Fischabteilung kauften wir gleich frischen Fisch ein. Außerdem bekamen wir für unseren geräucherten Lachs frischen Meerrettich und einiges mehr.
Wir fuhren die Coromandel Westküste entlang und waren begeistert von den tollen Ausblicken auf das türkise Meer und den schönen kleinen Sandbuchten. An einer besonders schönen Bucht blieben wir etwas länger stehen und Chris flog mit der Drohne eine Runde über die welligen Hügel und das Meer vor uns.

  • Kirita Bay, Manaia, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Kirita Bay, Manaia, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • State Highway 25 (Manaia Road), Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Lookout an der Manaia Road Saddle auf den Südpazifik, Nordinsel, Neuseeland

An einem kleinen Imbissstand - Coromandel Oyster Company, der mit frischen Austern lockte, hielten wir an und holten uns Suppe aus geräuchertem Fisch, gebackene Austern nebst Süßkartoffelpommes und weil das uns immer noch nicht reichte gleich noch ein paar frische Austern dazu. Das alles verspeisten wir bei schönstem Sonnenschein mit Blick auf das Meer. War das lecker. Satt und zufrieden ging es dann weiter.
Ein kurzer Trail führte uns zu den Waiau Falls, einem hübschen kleinen Wasserfall, den wir zum Glück für kurze Zeit für uns alleine hatten. So konnten wir einige Langzeitaufnahmen machen. Etwas später kamen nämlich einige Leute und hüpften ins kühle Wasser um an dem Wasserfall zu baden.

  • Coromandel Oyster Company, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Andera genießt das gute Essen der Coromandel Oyster Company
  • Waiau Falls, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Waiau Falls, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland

Anfangs hatten wir eigentlich vor die 309, eine Schotterpiste, zu fahren, aber wir entschieden uns wegen Chris „Reifenglück“ und der längeren Zeit dagegen und fuhren stattdessen die geteerte Whangapou Road, die uns mit ebenfalls tollen Aussichten auf die andere Seite der Halbinsel brachte.
Hier besichtigten wir den Hot Water Beach und hatten Glück, denn es war gerade Ebbe und etliche Leute gingen mit Schaufeln bewaffnet an den Strand und buddelten Löcher in den Sand. In einigen war das Wasser so heiß, dass wir uns fast die Füße verbrannten. Da war es klug, nah am Meer zu buddeln, wo immer wieder frisches Wasser in das Becken floss. Auch wenn ich eigentlich nicht so der Fan von Menschenmassen bin, war es hier irgendwie lustig. So viele Leute die sich auf engstem Fleck in frisch gebuddelte Becken drängten, hatte schon was Komisches. Wir begnügten uns jedoch mit Schauen und ab und zu die Füße ins Wasser zu halten. An einem besonders heißen Pool, verbrannte Chris sich sogar etwas den Knöchel, denn der war tagelang richtig rot.

  • Kuaotunu Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Kuaotunu Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Kuaotunu Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Hot Water Beach - Kuaotunu Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland

Danach fuhren wir weiter zur Cathedral Cove, wo es eigentlich einen kostenlosen Park- bzw. Campingplatz am Strand hätte geben sollen. Aber auf Grund der Besuchermassen hatte sich hier einiges getan. So gab es direkt am Ortseingang einen riesigen Parkplatz, von dem aus Shuttlebusse fuhren und man durfte den Parkplatz am Trail zur Cove nicht mehr benutzen. Er stand leer und war gesperrt. Kostenlos war hier gar nichts mehr.
So versuchten wir unser Glück in Purangi, wo man kostenlos campen durfte. Aber auch das erwies sich als Reinfall, denn erst fanden wir den Platz gar nicht und standen völlig falsch, bis uns zwei Franzosen aufklärten, dann fuhren wir auf den ausgewiesenen Platz, der auf einer riesigen Wiese lag und gerade einmal Platz für ca. 10 Camper bot, aber das auch nur, wenn sie Auto an Auto standen. Natürlich war hier alles voll und gemütlich sah definitiv anders aus. Also bissen wir in den sauren Apfel und fuhren zurück nach Hahei und stellten uns dort auf den Campingplatz des Hahei Holiday Resorts. Hier bekamen wir eine schöne ruhige Site direkt am Fluss und konnten unser Auto morgen stehen lassen um zu Fuß zum Trailhead zu gehen.
Wir grillten gemütlich unseren Fisch und ließen so langsam den Tag ausklingen.

  • Purangi Regional Reserve, Mercury Bay, Cooks Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Purangi Regional Reserve, Mercury Bay, Cooks Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Unsere Campsite im Hahei Holiday Resorts, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Gegrillt wird selbstverständlich auch

Übernachtung:Hahei Holiday Resort, Hahei - 55 NZ$

Mittwoch, 27.02.2019

Um 4.30 Uhr klingelte unser Wecker. Wir schnappten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg zur Cathedral Cove. Es ging auf guter Teerstraße erst einmal den Berg hinauf bis zum Parkplatz. Schade, dass hier niemand mehr parken durfte – wenigstens am ganz frühen Morgen hätte es kein Problem sein sollen. Vom Parkplatz aus führte ein schöner Weg zur Cove. Der Weg ging bergauf und bergab und war dadurch sehr abwechslungsreich. Wir brauchten vom Campingplatz aus ca. eine Stunde bis wir an unserem Sonnenaufgangspunkt waren. Die Höhle war gigantisch und die schönen Felsen im Meer sahen im ersten Licht der Dämmerung einfach klasse aus. Wir konzentrierten uns anfangs nur auf die Felsen und machten ein paar Bilder mit den Sternen und dem Halbmond hinter den Wolken. Dann ging Chris zurück zur Höhle, denn dort waren die guten Plätze rar. Die ganze Zeit begleitete uns ein Asiate, der Chris mal wieder gefährlich nah rückte. Dabei war der Strand groß genug und es gab viele gute Plätze. Ich schmunzelte in mich hinein. Besonders als der Bursche genau unsere Plätze haben wollte. So tat ich ihm doch den Gefallen und ging ein Stück beiseite. Zum Glück lief er mit Chris zurück zur Höhle, wo sich schon einige Fotografen tummelten. Chris bekam trotzdem noch einen guten Platz und lernte ein paar nette Deutsche kennen. Irgendwie waren eh nur Deutsche und Asiaten so früh am Morgen hier unterwegs. Ich blieb alleine an den Staks und hatte meine Ruhe. Leider blieb die Sonne relativ lange hinter einer Wolkenschicht und kam erst spät an diesem Morgen. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und die lange Wanderung in der Früh war es definitiv wert.
Wir erkundeten noch den kleinen Strand rechts der Höhle, durch die man gehen kann und entdeckten dort ebenfalls einige großartige Felsen, wie die Smiling Sphinx. Was für eine schöne Küstenlandschaft.

  • Te Hoho Rock in der Dämmerung mit Vollmond, Cathedral Cove, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Cathedral Cove und Te Hoho Rock, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Te Hoho Rock in der Dämmerung zum Sonnenaufgang, Cathedral Cove, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Te Hoho Rock, Cathedral Cove, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Cathedral Cove Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Cathedral Cove und Smiling Sphinx Rock, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Smiling Sphinx Rock, Cathedral Cove, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Cathedral Cove, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland

Zurück liefen wir über den Hahei Beach, einen wunderschönen langen weißen Sandstrand bis direkt zu unserem Campingplatz. Hier frühstückten wir erst einmal gemütlich mit frisch gepressten O-Saft, frischem Brot, Wurst und Käse. Wieder einmal bewunderte ich unsere tolle Kanne, aus der der Kaffee gleich noch viel besser schmeckte.
Wir dumpten gleich noch unser Grauwasser und füllten unser Trinkwasser wieder auf. Um 11.20 Uhr kamen wir los.

  • Te Whanganui-A-Hei Marine Reserve, Gemstone Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Hahei Beach und Motueka Island, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Strandspaziergang am Hahei Beach, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Spätes Frühstück auf der Campsite

Unser erster Stopp an diesem Tag war die Karangahake Gorge am unteren Ende der Coromandel Halbinsel. Hier liefen wir den Windows Walk über den man die Crown Mine - eine alte Goldmine besichtigen kann. Wir gingen über Hängebrücken, durch Wald, eine enge Schlucht und erkundeten alte Minengänge für die man unbedingt ein Licht dabei haben sollte, denn es war wirklich dunkel. Ein sehr kurzweiliger Weg, der uns mächtig Spaß machte und für den wir ca. eine Stunde benötigten. Das Wetter war einfach traumhaft. Unter uns plätscherte das hellblaue Wasser des Waitawheta Rivers durch die enge Schlucht und über uns ragten Felswände in den Himmel. Über eine weitere Hängebrücke gelangten wir schließlich auf die andere Seite der Schlucht und kamen zurück zum Parkplatz.
Gleich in der Nähe schauten wir uns die Owharoa Falls an. Ein wirklich sehr hübscher Stufenwasserfall am State Hwy 2. Hier waren einige Leute am Baden. Wir machten jedoch zuerst ein paar Bilder, dann holten wir unser Badezeug und sprangen ins eiskalte Wasser. Das war echt frisch, aber es tat auch richtig gut.

  • Karangahake Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Karangahake Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Karangahake Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Karangahake Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Minenstollen Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Karangahake Windows Walk, The Crown Mines, Karangahake Gorge, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Chris genießt das kalte Wasser der Owharoa Falls, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland

Im Internet hatten wir ein paar tolle Bilder von einem Wasserfall am Meer gefunden, den wir uns unbedingt anschauen wollten. So navigierten wir zum Homunga Bay Track. Dort stellten wir unser Auto ab, schulterten die Rucksäcke und begaben uns auf den knapp 2 km langen Weg hinab zur Bucht. Es ging über Wiesen, vorbei an neugierigen Rindern auf schönem breiten Feldweg, der jedoch immer enger wurde. Unterwegs mussten wir noch ein paar schlammige Stellen passieren. Dabei patschte Chris voll in den Schlamm und versenkte seinen Schuh. Ich hatte mehr Glück und kam geschickt durch den Hindernis Parcours. 250 Höhenmeter ging es zum Teil recht steil bergab. Schon unterwegs sahen wir ein Bächlein, das kaum Wasser führte. Wenn das unser Wasserfall werden sollte, würden wir wohl Pech haben. Trotzdem liefen wir weiter bis wir an die schöne Bucht kamen. Kein einziger Mensch war hier, aber nach dem langen steilen Weg war das auch kein Wunder. Leider hatte auch der Wasserfall, wie schon befürchtet, fast kein Wasser.
Die Wellen krachten nur so ans Ufer und Chris konnte nach der schweißtreibenden Wanderung nicht widerstehen und sprang ins kühle Meer. Das kam für mich durch die hohen Wellen gar nicht in Frage und auch er hatte etwas zu kämpfen. Danach spülte er am „Wasserfall“ das Meerwasser notdürftig runter und wir machten uns auf den Rückweg. Der hatte es echt in sich, denn die 250 Höhenmeter mussten wir ja wieder hinauf. Schlussendlich war es gar nicht so wild. Das wäre eigentlich unser Ziel für den Sonnenaufgang gewesen, aber das wenige Wasser machte nicht wirklich Sinn und der Weg war nicht so toll, dass wir ihn unbedingt im Dunkeln hätten laufen wollen. Hier war der Aufwand für das Ergebnis einfach zu groß. Nach einem heftigen Regen sähe das ganz anders aus, aber es war weit und breit kein Regen in Sicht. So beschlossen wir weiter zu fahren und uns unterwegs eine Campsite zu suchen.
Nach einigen vergeblichen Versuchen – die Sites waren überfüllt oder schrecklich – kamen wir am Island View Reserve an. Hier konnte man kostenlos auf einem riesigen Parkplatz übernachten. Das Meer lag gleich hinter den Dünen und es waren nur wenige Autos da. Wir stellten uns in den markierten Bereich und hatten das Glück, dass wir einen Seitenparkplatz hatten. So konnten wir unseren Tisch sogar in den Rasen stellen und hatten schöne Aussicht auf die Dünen. Natürlich schauten wir uns den Strand an, der endlos lang war. Überall lagen Muscheln und das Meer rauschte herrlich.
Wir genossen das Abendlicht und ließen es uns gut gehen. Nach den Wanderungen des Tages schmeckte der Gin Tonic besonders gut und auch unser Abendessen Süßkartoffelscheiben mit Rinderfilet gelang Chris hervorragend auf unserem Außengrill. Um 21.00 Uhr fielen wir todmüde ins Bett. Ein toller anstrengender Tag ging nach ca. 30.000 Schritten zu Ende.

  • Wanderung zur Homunga Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Homunga Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Kleiner Wasserfall an der Homunga Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Einsamer Strand an der Homunga Bay, Coromandel Peninsula (Halbinsel), Nordinsel, Neuseeland
  • Der Weg zurück führt schweißtreibend nach oben
  • Waihi Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Campsite auf einem Parkplatz, Waihi Beach, Nordinsel, Neuseeland
  • Steak und Süsskartoffelscheiben, einfach lecker

Übernachtung: Island View Reserve, Parkplatz, kostenlos

Demnächst geht es weiter mit dem 2. Teil