Australien 2020

Frühstück mit Kängurus

Australien ist ein Kontinent, ein Land aber auch eine Insel zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Australien ist ca. 21 x größer als Deutschland hat aber nur 25,3 Millionen Einwohner und ist somit dünn besiedelt. Es ist ein Land der Superlative. Hier gibt es die längsten geraden Straßen, die größten Entfernungen, die giftigsten und gefährlichsten Tiere. Die Trucks heißen Roadtrains und können bis zu 53 m lang sein und fahren trotzdem bis zu 100 km/h. Hier gibt es auch die heißesten Temperaturen und wenn es regnet die mächtigsten Überschwemmungen, aber auch die größten und heißesten Buschbrände.
Komischerweise interessierte uns dieses Land viele Jahre überhaupt nicht. Es war einfach zu weit weg, die Entfernungen viel zu groß und die meisten Tiere viel zu giftig. Doch irgendwann schienen die Entfernungen zu schrumpfen, die Tiere weit weniger gefährlich zu sein und ich begann mich für das Land zu interessieren. Anstelle der Spinnen und Schlangen sah ich hüpfende Kängurus und Eukalyptus fressende Koalas vor meinem inneren Auge, der heiße rote Kern des Landes stand in einem tollen Kontrast zu dem blauen Meer. Wunderschöne einsame Strände und Steilküsten wechselten sich ab, Berge luden zum Wandern ein und mitten im Land stand der Uluru oder auch Ayers Rock wie ein Fels in der Brandung. So begann ich zu recherchieren und es entstand langsam aber sicher das Gerüst einer Reise auf meinem PC. Doch wo beginnen und wo enden? Ich durchforstete die Flugbörsen nach einer annehmbaren Flugzeit und suchte nach einem Camper. Schon bei unserer Neuseelandreise waren wir mit Best Camper sehr zufrieden und so ließen wir uns wieder von ihnen ein Angebot schicken. Wir buchten unseren Maui Camper mit dem super guten Außengrill. Über HM Touristik ließen wir die Flüge buchen, wieder mit der Singapur Airline. Wir entschieden uns in Perth zu landen und von Sydney aus die Heimreise anzutreten. Dafür hatten wir dank Chris Chef gut 7 Wochen Zeit. So entstand so nach und nach eine super schöne Reiseroute, die uns von Perth an der Küste entlang bis ins Red Center bringen sollte, dann weiter bis Adelaide und von dort aus wieder an der Küste entlang bis Melbourne und schließlich weiter bis nach Sydney, wo wir die letzten Tage in der Stadt verbringen wollten. Wir waren zufrieden mit unserer Planung und fieberten schon Monate vorher dem Abflug entgegen, denn mittlerweile waren wir mehr als nur neugierig auf dieses große vielfältige Land. Tja und dann kam der erste Schock, denn schon im Oktober 2019 begannen verheerende Buschbrände im Osten und Südosten des Landes zu wüten, unkontrollierbar, Menschen- und Tierleben fordernd. Bilder die zu Tränen rührten und stellenweise hoffnungslos waren, gingen um die Welt und brachten unsere Vorfreude zum Erliegen. 34 Menschen verloren ihr Leben, Milliarden Tiere starben, Häuser und Gebäude brannten nieder und mehr als 20 Prozent der Wälder des Landes brannten ab. Monatelang wüteten die Flammen und immer wieder kamen neue Feuer dazu. Doch mein unbeirrbarer Optimist Chris meinte, das wird schon bis wir abfliegen. Er sollte Recht behalten und so stornierten wir die Reise nicht, denn mit den Feuern nahm auch der Tourismus ab. Nach den Feuern kam der Regen zusammen mit Hagel und Sturzfluten. Er half zwar vielerorts die Brände in den Griff zu bekommen, aber kurzfristig stand alles unter Wasser. Doch unser Ziel war ja erst einmal Perth an der Westküste.
Wenn man jetzt denkt es kann nicht mehr schlimmer kommen, so belehrte uns die Welt bzw. ein Virus eines Besseren, denn es kam noch schlimmer. Ein kleines Virus mit Namen Corona von nur 70 nm Größe, schaffte es in kürzester Zeit die Welt lahm zu legen, die Länder riegelten ab und die Flughäfen schlossen und das gebeutelte Australien sah sich wiederum einer diesmal unsichtbaren Herausforderung gegenüber und wir waren mittendrin. Die entscheidende Frage wurde, kommen wir noch nach Hause oder nicht und so wurde aus einer Traumreise langsam eine Alptraumreise. Aber erst einmal der Reihe nach, denn es gab auch so viel Schönes und Besonderes was erzählt werden möchte von einzigartigen Landschaften, Traumstränden und unglaublichen Tierbegegnungen in einem Land der Superlative.

Freitag 14.02. – Samstag 15.02.2020

Nach einer langen und schlecht durchschlafenen Nacht standen wir am Freitag um 7 Uhr morgens auf. Die Kater hingen wie Pattex an uns und machten uns es diesmal echt schwer. Wir frühstückten mit den Jungs und hofften sie etwas abzulenken, aber dem war nicht wirklich so. Es war schon fast eine Erleichterung als uns unser Freund Rainer um 9.15 Uhr abholte und wir die Wohnung verließen. Das schlechte Gewissen hätte nicht größer sein können und wir fühlten uns schuldig aber auch freudig erregt zugleich, denn ein neues Land ja sogar ein neuer Kontinent wollte von uns erobert werden.
Am Flughafen gaben wir unser Gepäck auf und gönnten uns noch einen leckeren Kaffee, bevor wir durch den Zoll gingen. Als unsere Fotoausrüstung wie immer auf Sprengstoff untersucht wurde, ratschten wir nett mit dem Beamten. Um 12.20 Uhr starteten wir pünktlich. Nach zwei leckeren Essen und 5 Filme später, landeten wir auch schon in Singapur.
Da wir noch etwas Zeit bis zu unserem Weiterflug hatten spazierten wir wieder durch den schönen Flughafen. Völlig begeistert standen wir in einem Orchideengarten, in dem Kois schwammen. Die Blüten waren nicht nur vielfarbig auch wunderschön und filigran anzuschauen. Schöner kann es kaum in einem botanischen Garten sein, doch wir waren einfach nur im Flughafen.
Wieder waren wir zum Chinesischen Neujahr unterwegs. Diesmal war das Jahr der Maus. Total schöne Deko zum Neuen Jahr begrüßte uns und lockte ein Lächeln auf unsere Gesichter als wir die übergroßen Mäuse erblickten. Die Geschäfte waren offen und Menschenmassen schoben sich durch den Flughafen. Besonders die Asiaten hatten Masken auf, aber noch war Corona kein wirklicher Gegner und bis auf China war alles im Griff. So sonnten wir uns in falscher Sicherheit und genossen das Flughafen Spektakel.

  • Unser Flieger steht bereit
  • immer wieder aufregend in den Flieger zu steigen
  • Zwischenstopp in Singapur - Der Flughafen ist immer wieder beeindruckend
  • Toller Orchideengarten
  • Das Jahr der Maus in Singapur
  • Zwischenstopp in Singapur - Der Flughafen ist immer wieder beeindruckend
  • Zwischenstopp in Singapur - Der Flughafen ist immer wieder beeindruckend
  • Kurz vor dem Weiterflug nach Perth

Zwei Stunden später ging unser Anschlussflug nach Perth mit nur 5.15 Stunden. Die Zeit verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge, denn den Großteil der Zeit verschlief ich. Sogar Chris döste etwas und schon landeten wir erneut.
Leider war es sehr bewölkt in Perth und es hatte sogar etwas geregnet wie uns die Pfützen verrieten.
Schon im Voraus hatten wir uns mit den strengen Einreisekontrollen beschäftigt und darum auch keine Daumenjacken oder staubige Schuhe mitgebracht. Auch auf Lebensmittel hatten wir komplett verzichtet. Trotzdem war uns etwas flau im Magen als wir vor der Einreise standen. Der Officer war total freundlich und wir quatschen sehr nett miteinander. Er stempelte etwas auf unsere Zollerklärung und wir marschierten weiter. Der Zöllner schaute auf unsere Karte und fragte ob wir etwas zu verzollen hätten, was wir verneinten und ließ uns ohne weitere Kontrolle gehen. Wir waren echt baff. Nach nur 15 Minuten Einreise hielten wir unsere Taschen in den Händen und begaben uns zu unserem Autovermieter, wo wir unseren Kia für die nächsten zwei Tage in Empfang nahmen.
Chris navigierte unser Hotel an, das The Peninsula Riverside Serviced Apartments und schon waren wir unterwegs. Das Hotel hatte ich nach seiner Lage am Swan River mit Blick auf die Skyline von Perth ausgesucht. Auch hier wurden wir wieder überaus freundlich begrüßt. Unser Zimmer lag im Erdgeschoß. Es war schön groß mit einer kleinen netten Terrasse. Die nette Rezeptionistin hatte uns eine Grocery -The Good Grocer- in der Nähe zum Einkaufen empfohlen. Dorthin gingen wir als erstes. Hier gab es wirklich sehr feine Sachen sogar Trüffelkäse und andere Leckereien. Besonders interessierte Chris sich jedoch für die Weinauswahl und den Gin und so stolperten wir in unsere erste Weinverkostung. Wir ratschten sehr nett und hatten viel Spaß, dazu schmeckte uns der erste australische Shiraz recht gut, aber fast noch besser war der Rose. Natürlich kauften wir gleich zwei Flaschen ein. Dann empfahl uns der Verkäufer noch eine Dame für den Gin, die uns absolut perfekt beriet. Chris „durfte“ aber nur eine Flasche kaufen, das war echt nicht leicht für ihn, denn es gab viel zu viele gute Gins. Schließlich fragte er die Dame, welchen aus der Region sie nehmen würde und genau den Westaustralier kauften wir dann. Sie schenkte uns noch zwei Tonic dazu und gerade als wir mit unserer Beute den Laden verließen, lief uns der Weinhändler hinterher und übergab uns noch zwei richtig schöne Rotweingläser. So viele nette Menschen auf einmal hatten wir noch nie erlebt. Irgendwie fühlten wir uns hier gleich so richtig wohl und gut aufgehoben.
Am Abend gingen wir noch im Mister Walker Restaurant essen. Eigentlich war das Restaurant ausgebucht, aber auch hier war der Wirt so nett und richtete uns noch einen Tisch ein. Wir schlemmten Austern als Vorspeise, dann gab es Pommes mit Aioli, Scallops und super gute Beef Streifen.
Danach wanderten wir noch einmal zum Supermarkt, denn wir hatten vor lauter Wein und Gin vergessen, uns etwas zum Frühstücken zu besorgen.
Zum Sonnenuntergang stellten wir uns an den Strand mit Blick auf die Skyline. Leider war es nach wie vor Wolkenverhangen und aus der blauen Stunde wurde eher eine lila/graue Stunde, aber es war trotzdem schön wie so nach und nach die Lichter der Hochhäuser angingen und sich die Farben in den Wolken spiegelten.
Zufrieden schlenderten wir zurück in unser Zimmer. Dort saßen wir noch auf der Terrasse, tranken Wein und schlemmten etwas Käse, bis wir todmüde in unsere Betten fielen.

Übernachtung:The Peninsula Riverside Serviced Apartments, Perth

  • Unser Stadtauto
  • Leckere Austern im Mister Walker Restaurant, Perth
  • Pommes mit Aioli, Scallops und super gute Beef Streifen, Mister Walker Restaurant, Perth
  • Perth Skyline mit Regenwolken
  • Perth Skyline mit lila Regenwolken
  • Mister Walker Restaurant, Perth
  • Perth Skyline am Abend
  • Perth Skyline am Abend

Sonntag, 16.02.2020

Schon zur Dämmerung standen wir wieder am Strand und genossen den Blick auf die Skyline von Perth. Es war zwar nach wie vor wolkenverhangen, aber trotzdem schön so früh am Morgen auf die Hochhäuser zu schauen. Mit dem ersten Licht schimmerten die Wolken sogar rosa, was einfach fantastisch aussah und auch die Sonne kam durch die Wolken und strahlte uns entgegen.

  • Perth Skyline am Morgen
  • Sonnenaufgang über den Swan River, Perth
  • Unser Hotel - The Peninsula Riverside Serviced Apartments
  • Andrea fotografiert die Skyline von Perth im ersten Morgenlicht

Im schönsten Morgenlicht fuhren wir mit unserem Kia zum Fährhafen von Fremantle, denn für 7.30 Uhr hatten wir schon Monate vor unserer Reise die Fähre nach Rottnest Island gebucht. Die kleine Insel liegt 18 Kilometer westlich von Fremantle. Sie ist elf Kilometer lang und 4,5 Kilometer breit.
Da wir rechtzeitig am Anleger waren, holten wir uns noch einen Kaffee und Teilchen dazu, die wir während der 30 Minütigen Überfahrt verspeisten.
Am Fährableger schien noch die Sonne, doch je näher wir der Insel kamen, desto mehr Wolken hatte es. Doch sie waren nicht besonders dicht und es ließ sich schon erahnen, dass sich irgendwann die Sonne durchsetzen würde. Wir legten in Thomson Bay an der Ostküste an und erhielten direkt an der Fähre unsere knallroten Fahrräder plus Helm, denn die Insel kann man entweder mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Bus erkunden. Natürlich hatte ich wieder etwas Pech, denn mein Fahrrad hatte einen furchtbaren Sattel, der mir schon kurz nachdem wir losfuhren wehtat. Wir wollten mit den Rädern die Insel umrunden, uns die schönen Strände und Buchten anschauen, aber hauptsächlich waren wir auf der Suche nach den Quokkas, einer kleinen Beuteltierart aus der Familie der Kängurus. Diese kleinen freundlichen Beutler sind der Grund für fast alle Rottnest Besucher. Die niedlichen Kurzschwanzkängurus sehen auf einigen Bildern aus, als ob sie lachen würden und haben darum auch den Beinamen “Happiest Animal on Earth”
Wir standen am Anleger mit unseren Rädern und wussten nicht so recht in welche Richtung wir fahren sollten. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns nach links zu fahren und im Uhrzeigersinn die Insel zu umrunden. Kurz hinter dem Ort sahen wir dann auch schon unserer ersten zwei Quokkas und was soll ich sagen, sie waren noch niedlicher als auf den Bildern und sie waren überhaupt nicht scheu. Sie kamen sogar auf uns zu und schauten uns mit großen vertrauensvollen Augen an. Ich war hin und weg, während Chris ein paar Bilder machte. Danach ließen wir die zwei weiter futtern und erkundeten die Insel. Die Strände waren einfach herrlich. Weißer Sandstrand mit türkisblauem Wasser. In manchen Buchten lagen zig Boote vor Anker. Wir sahen sogar Australische Fischadler, zwar weit weg bzw. etwas näher jedoch auf einem unfotogenen Metallgitter. Am Wadjemup Lighthouse mitten auf der Insel entdeckten wir wieder mehrere Quokkas im Schatten einiger Sträucher beim Fressen. Die Kerlchen sind so goldig mit ihrer netten Art und dem zutraulichen Wesen, so dass wir sie am liebsten eingepackt und mitgenommen hätten. Doch wir begnügten uns mit ein paar Bildern von den possierlichen Tieren. Irgendwann kam eins der Tierchen direkt zu Chris und schaute sich die Kamera genauer an. Die ganze Zeit hatten wir ein dümmlich glückliches Grinsen im Gesicht, fast so wie die Quokkas auf den Selfis so begeistert waren wir von den kleinen Kängurus.

  • Unsere Fähre nach Rottnest Island
  • Die ersten Quokkas auf Rottnest Island, Australien
  • Henrietta Rocks, Rottnest Island, Australien
  • Andrea am Jeannies Lookout, Rottnest Island, Australien
  • Kleine Bucht an der Little Salmon Bay, Rottnest Island, Australien
  • Eastern Osprey Nest, Rottnest Island, Australien
  • Immer wieder tolle Strände, Rottnest Island, Australien
  • Immer wieder tolle Strände, Rottnest Island, Australien
  • Wadjemup Lighthouse, Rottnest Island, Australien
  • Chris mit einem zutraulichen Quokka, Rottnest Island, Australien
  • Quokka, Rottnest Island, Australien
  • Quokka, Rottnest Island, Australien

Ab ca. 10.00 Uhr kam immer mehr die Sonne heraus und es wurde richtig heiß. Das alleine wäre ja nicht weiter wild gewesen, aber leider kamen wir dann auch nicht mehr mit dem Eincremen der Sonnencreme nach, so dass wir abends die Rechnung für einige übersehene Körperstellen, wie das Genick oder die Fußknöchel bekamen.
Unsere Brote aßen wir mittags unter einem Schattendach, bevor wir uns wieder auf die Räder hievten und weiter um die Insel strampelten. Je länger wir unterwegs waren, desto müder wurden die Glieder und wir gönnten uns an einem besonders schönen Strand ein erfrischendes Bad im Meer. Das tat so richtig gut und schenkte wider neue Kraft für die letzte Etappe der Insel.
Kurz vor der Fähre war ein großer Park in dem sich viele Quokkas tummelten, aber jetzt waren wir irgendwie zu fertig, um wieder auf dem Bauch durchs Gestrüpp zu kriechen. Der Jetlag zwang uns wohl so langsam in die Knie.

  • Strand an der Nancy Cove und Green Island, Rottnest Island, Australien
  • Mary Cove, Rottnest Island, Australien
  • Cape Vlamingh, Rottnest Island, Australien
  • Cape Vlamingh, Rottnest Island, Australien
  • Kurze Badepause am tollen Ricey Beach, Rottnest Island, Australien
  • Und weiter geht´s mit dem Rad, Rottnest Island, Australien
  • Catherine Beach, Rottnest Island, Australien
  • Boote in der Longreach Bay, Rottnest Island, Australien

Schon um 14.00 Uhr waren wir zurück am Fähranleger und irgendwie fix und alle und wollten schnellstmöglich zurück nach Perth. Zwei Fähren standen auch schon bereit, doch unsere gebuchte Fähre würde erst 17.30 Uhr gehen. Während Chris versuchte im kleinen Ort umzubuchen, wartete ich am Anleger und als das Borden begann, fragte ich die junge Angestellte. Natürlich gehe das und wir können gerne mitfahren. Das war ja schon mal super. Nur leider tauchte Chris einfach nicht wieder auf. Ich wurde immer unruhiger, denn so langsam drängte die Zeit, also ging ich ihm auf dem Steg entgegen. Doch weit und breit war kein Chris zu sehen. Was trieb der denn bloß. Etwas unruhig ging ich zurück zur Fähre. Mist jetzt waren auch noch unsere Räder weg. Ich sagte dem Mädel noch Bescheid und wartete weiter. Ca. 10 Minuten vor dem Ablegen der Fähre kam dann endlich Chris angelaufen. Das war echt knapp! Während ich schon alles erledigt hatte, versuchte er noch im Büro umzubuchen, was aber überhaupt nicht klappte und als er endlich aufgab und zurückgelaufen kam, wäre es fast zu spät gewesen. Naja, Ende gut alles gut. Wir waren auf der Fähre und fuhren zurück nach Perth.
Mit unserem Kia fuhren wir schnell ins Hotel und kauften uns noch etwas zu essen ein. Wir schlemmten auf der Terrasse Sushi und Poke Salat. Hier merkten wir erst, wie hungrig wir waren.
danach fuhren wir zum Kings Park, einer Mischung aus hochgepflegtem Park, botanischem Garten und zwei Drittel naturbelassenem Gebiet. Er liegt mitten im Herzen von Perth um den Mount Eliza herum, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Swan River hat. Wir schlenderten durch das tolle Gelände und genossen den Blick auf die Skyline von Perth. Wir schauten und das State War Memorial an und den dahinterliegenden Brunnen. Überall blühten Blumen. Da heute ja Sonntag war, hatte man das Gefühl, ganz Perth hier anzutreffen. Es gab Picknicks von riesigen Familien auf den Wiesen, Leute schlenderten durch die Landschaft und genossen den schönen Tag. Überall pulsierte das Leben.

  • Mister Walker Restaurant, Perth
  • Aussicht vom Kings Park auf den Swan River und Süd Perth
  • Aussicht vom Kings Park auf die Skyline von Perth
  • Flame of Remembrance & Pool of Reflection und State War Memorial, Kings Park, Perth

Danach begaben wir uns noch ins Stadtzentrum und schauten uns die Häuser der Skyline aus der Nähe an. Sehr interessant fanden wir den Swan Bell Tower mitten im Zentrum am Swan River, doch leider war er schon geschlossen. An der Brücke davor hingen unzählige Schlösser Verliebter, das war echt sehenswert.
Als langsam die Sonne unter ging, fuhr Chris mich zurück zum Hotel, wo ich meine Kamera schnappte und an den Strand ging, um die Lichter der Stadt einzufangen. Chris fuhr derweil zurück zum Kings Park, um dort die blaue Stunde zu fotografieren. Wir waren zwar jeder alleine unterwegs, aber es war trotzdem richtig schön. Bei mir in der Nähe machte ein Pärchen Picknick richtig schön mit Windlichtern, Decke und Kissen, andere Leute hatten Stühle aufgestellt und tranken gemütlich einen Sundowner. Wieder andere Menschen genossen so wie ich die Lichter der Stadt an diesem angenehmen Abend. Als das Blau zu schwarz wurde, ging ich zurück aufs Zimmer, wo schon bald darauf Chris eintraf. Auch er hatte einen schönen Abend gehabt und war begeistert von der Aussicht auf die Stadt. Da wir beide ziemlich fertig waren, begnügten wir uns an diesem Abend nur mit Kräckern und Käse. Chris gefiel mir gar nicht, denn er hustete und schniefte. Als ich später seine Temperatur maß, hatte er erhöhte Werte, so dass ich ihm noch Aspirin Komplex gab als wir schlafen gingen.

Übernachtung:The Peninsula Riverside Serviced Apartments, Perth

  • Aussicht von Elizabeth Quay Island auf die Skyline von Perth und dem Swan River
  • Swan River und Skyline von Perth, Australien
  • Spanda mit Skyline von Perth, Australien
  • Skyline von Perth, Australien
  • Skyline von Perth im letzten Licht, Kings Park, Australien
  • Skyline von Perth im letzten Licht, Australien
  • Skyline von Perth und Swan River zur Blauen Stunde, Australien
  • Skyline von Perth zur Blauen Stunde, Kings Park, Australien

Montag, 17.02.2020

Der Morgen überraschte uns mit einer super schönen blauen bzw. zart rosa Stunde. Chris ging es auch etwas besser, so genossen wir den schönen stillen Morgen am Strand. Rosa Kakadus gesellten sich zu uns und flogen später lauthals über uns hinweg. War das schön!
Später holten wir uns leckeren Kaffee und Mandel Croissants, die wir genüsslich auf unserer kleinen Terrasse verspeisten. Danach packten wir unser Zeug zusammen und verließen unser schönes Hotel.
Schon um 8.15 Uhr kamen wir bei Maui an. Zwei Paare verließen gerade den Hof und so waren wir ganz alleine und kamen sofort dran. Eine Dame übergab uns unser Auto und erklärte uns ein paar Dinge. Da wir den gleichen Camper schon in Neuseeland hatten, hielt sie sich aber nicht lange auf und schon waren wir alleine und ich begann auszupacken. Chris fuhr derweil unseren Mietwagen zurück und kam später mit einem Taxi zu Maui.
Unser Berth war leider mit gut 60000 km nicht mehr der Jüngste und er roch auch etwas komisch – irgendwie leicht sauer. Einiges war auch anders als in Neuseeland, so hatten wie Mückennetzte an dem Türfenster, zwei kleine Tischverlängerungen, die man aufklappen konnte und zwei Extrabretter zum Bettbauen. Ach ja, auch eine Klimaanlage schmückte unser Dach – na ob wir die je brauchen würden, schmunzelten wir noch. Schlechter fanden wir, dass wir kein Händehandtuch bekamen, nur ein Trockentuch und keine Wechselbettwäsche für 7 Wochen. Aber dafür konnte man in jeder Filiale die Bettwäsche austauschen. Leider bemerkten wir auch zu spät, dass wir nur eine große Bettdecke bekommen hatten, aber da waren wir schon unterwegs in den Norden.

  • Traumhaft Morgendämmerung über der Skyline von Perth, Australien
  • Skyline von Perth in der Morgendämmerung, Australien
  • Skyline von Perth in der Morgendämmerung, Australien
  • Größenvergleich - Unser alter und neuer

In einer größeren Stadt kauften wir in einem Coles Markt ein. Wir bekamen alles, was wir brauchten und füllten unseren Kühlschrank auf. Im Bottlestore nebenan kauften wir noch etwas Cidre, Bier und Wein ein und in einem Krimskrams Laden bekamen wir ein tolles Windlicht mit einer schönen großen Kerze. Jetzt waren wir gut ausgerüstet.
Unseren ersten Stopp legten wir bei den schneeweißen Sanddünen von Lancelin ein. Die Sanddünen hier sind wirklich extrem weiß und schmerzten trotz Sonnenbrille schon fast in den Augen. Hier wehte aber auch ein heftiger Wind der einem kräftig Sand über die Arme und Beine blies, so dass es schon fast wehtat. Die Sanddünen sind vor allem bei Sandboardern, Quadfahrern und Allradbegeisterten beliebt und ziehen jede Menge Freizeitsportler magisch an. Wir wollten jedoch nur etwas wandern und von einer der Dünen die Aussicht genießen, denn es war noch viel zu früh zum Verweilen und auch der Wind lud nicht gerade dazu ein. Wir fühlten uns eher etwas „gesandstrahlt“ und waren fast froh, als wir wieder im Auto saßen.

  • Quadfahrer auf den Sanddünen von Lancelin, Western Australia, Australien
  • Chris auf den Sanddünen von Lancelin, Western Australia, Australien
  • Sanddünen von Lancelin, Western Australia, Australien
  • Sanddünen von Lancelin, Western Australia, Australien

Weiter ging es ca. 75km bis zum Nambung Nationalpark, in der Nähe der Stadt Cervantes. Wir zahlten die 15$ Tageseintritt und schauten uns erst einmal um. Der große Parkplatz war fast leer und auch die Bilderausstellung nur wenig besucht. Dann wendeten wir uns der Landschaft zu. Auch hier wehte ein kräftiger Wind, doch die Landschaft war so bizarr schön, dass wir ihn fast nicht bemerkten. Stattdessen fuhren wir den 4 km langen Pinnacles Drive entlang verwitterter Kalksteinsäulen, die in den unterschiedlichsten Größen und Höhen vor uns aufragten. Immer wieder mussten wir in den eigens dafür angelegten Parkbuchten anhalten und inmitten des Pinnacles Waldes umherlaufen. Die Gebilde hatten die tollsten Formen von Pilzen über Türme bis hin zu kleinen Burgen, hier war alles zu finden. Einige überragten uns bei weitem, andere hingegen gingen uns gerade einmal bis zum Knie. Vom Pinnacles Lookout verschafften wir uns einen Überblick über die fantastische Landschaft und das Banksia-Buschland. Insgesamt fuhren wir die Stecke 3x. Immer wieder gab es neue Ansichten und die Sonne sank langsam dem Horizont entgegen. Doch leider gab es keinen spektakulären Sonnenuntergang, denn die Sonne versank einfach im Dunst der tiefliegenden Wolken. Trotzdem war das Licht bis dahin wunderbar warm und die Farben einfach nur schön.

  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Andrea in der Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Chris und Berth in der Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Sonnenuntergang in der Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien

Nach Sonnenuntergang fuhren wir wegen der nächtlich aktiven Kängurus sehr langsam nach Cevantes und dort zu dem Cevantes Holiday Park, wo leider niemand mehr war. Es gab auch kein Selbstregister, dafür aber eine Telefonnummer. Mit uns war ein weiterer Camper angekommen, der gleich sein Handy zückte und anrief. Der Besitzer kam und stellte sich als Chris vor, da sagte der andere Camper, er sei auch Chris und so hatten sich auf einmal drei Chris getroffen und lachten miteinander.
Während mein Chris am Campgrilltisch grillte, redete er mit dem anderen Chris, der aus der Schweiz kam. Er lebte ein paar Jahre in Perth und versucht jährlich hier Urlaub zu machen. Er fuhr einen eigenen 4x4 Camper und teilte mit Chris seinen Wein. Später revangierten wir uns und ratschten noch lange über Australien und seine Abenteuer im westlichen Australien und den Outback.

Übernachtung:RAC Cervantes Holiday Park, Cervantes, 50 $

Dienstag 18.02.2020

Es kam wie es kommen musste und wir verschliefen gleich an diesem Morgen. Es dämmerte schon und ein Hauch von Rosa lag über der Landschaft. Sofort starteten wir. Pünktlich zum Sonnenaufgang kamen wir bei den Pinnacles an. Auch wenn wir hier gerne schon die Dämmerung verbracht hätten, war es nicht minder schön, zumal wir anfangs ganz alleine waren. Der heftige Wind hatte auch fast alle Fußspuren beseitigt und so mussten wir nur mit unserem extrem langen Schatten kämpfen. Trotz 20 Grad Celsius an diesem Morgen kam es uns durch den Wind kühler vor und wir kuschelten uns gerne in unsere Jacken. Nach einer langen einfach nur bezaubernden Runde durch die Kalksteingebilde, machten wir auf einem kleinen Parkplatz erst einmal Frühstück, während der böige Wind wie wild an unserem Camper rüttelte. Der war irgendwie noch heftiger als am Vortag und der hatte für mich schon fast Sturm-Qualität. Der Himmel war auch etwas zugezogener als gestern und so beendeten wir unsere Runde und verabschiedeten uns von diesem wunderschönen Stückchen Erde.

  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien
  • Pinnacles Desert, Nambung National Park, Western Australia, Australien

Hier war unser nördlichster Punkt und zugleich auch unser Umkehrpunkt, von jetzt an würden wir uns langsam aber sicher in Richtung Sydney bewegen. Eigentlich wollten wir noch einmal zu den Quarzsanddünen von Lancellin, aber da der Wind so heftig war, dass der feine weiße Sand meterhoch durch die Gegend flog, verzichteten wir auf eine weitere Peeling Behandlung und fuhren weiter in Richtung Perth. Ich schlief zwischenzeitig immer wieder ein, denn die Nacht war kurz und der Jetlag lag mir noch immer in den Knochen. Zum Glück ging es Chris wieder gut, das Fieber war verschwunden und er hüstelte nur noch ein wenig. Unterwegs kauften wir noch ein paar überlebenswichtige Dinge, wie Steakmesser, Tupperdosen und Handseife ein. Jetzt hatten wir wirklich alles. Als sich mittags unser Hunger meldete, holten wir uns bei einem Asiaten leckeres Sushi. Schon ging es gestärkt weiter. In Perth fuhren wir sogar noch mal an unserem schönen Hotel vorbei, ehe es langsam wieder raus aus der Stadt ging.
Unser Endziel war an diesem Tag der Leeuwin-Naturaliste- Nationalpark ca. 270 km südlich von Perth. Das Cape Leeuwin ist Australiens südwestlichster Punkt. Hier gibt es eine fotogene Felsformationen, den wellenumtoste Sugarloaf Rock. Bei ihm wollten wir den Sonnenuntergang verbringen. Doch zuvor erkundeten wir die Umgebung und kletterten auf den Felsen herum. Das machte mächtig Spaß und die Zeit verflog nur so. Vor unserer Abendrunde grillten wir auf dem Parkplatz Steaks mit Champignons. Dazu gab es Salat. Danach teilten wir uns auf. Ich machte Bilder vom Sugarloaf Rock Lookout auf den Felsen hinab und Chris von unten. Dummerweise hatten wir uns nicht gegen Mücken eingecremt und die Biester begannen uns aufzufressen. Zum Glück hatte ich meine Jacke dabei und so war es erträglich. Die Sonne versank im Meer, aber es hatte auch ein paar Wolken und somit etwas Farbe am Himmel. Pünktlich zum Sonnenuntergang hatten sich etliche Leute eingefunden, die sich rings um uns herum auf den Felsen niederließen und ebenfalls das Schauspiel genossen. Hier in Australien fiel uns auf, dass besonders die Dämmerung sehr farbintensiv war und so blieben wir noch einmal 45 Minuten länger im Rausch der Farben und genossen das Schauspiel.

  • Abendstimmung am Sugarloaf Rock, Cape Naturaliste, Western Australia, Australien
  • Abendstimmung am Sugarloaf Rock, Cape Naturaliste, Western Australia, Australien
  • Abendstimmung am Sugarloaf Rock, Cape Naturaliste, Western Australia, Australien
  • Abendstimmung am Sugarloaf Rock, Cape Naturaliste, Western Australia, Australien

Später fuhren wir zurück auf unsere Campsite in Yallingup, wo wir noch draußen saßen und gemütlich im Schein unseres Windlichtes ein Glas Wein tranken.

Übernachtung:Yallingup Beach Holiday Park, 40$

Mittwoch, 19.02.2020

Um 6.00 Uhr morgens waren wir schon wach und machten Frühstück. Ich mochte den Camper echt gerne, aber was mich wirklich störte, war der Rauchmelder, der bei der kleinsten Rauchentwicklung beim Toasten oder Wasser kochen ohrenbetäubend anschlug. Wir frühstückten auf einem Parkplatz mit Blick auf das Meer – leider drinnen, denn der Wind hatte wieder zugenommen. Danach wanderten wir noch auf einem kleinen Pfad zum Meer vor zu einer schönen Sandbucht.

  • Rosakakadus auf unserer Campsite, Western Australia, Australien
  • Frühstück mit Aussicht
  • Chris auf dem Torpedo Trail, Yallingup, Western Australia, Australien
  • Einsamer Traumstrand, Yallingup Beach, Western Australia, Australien

Später fuhren wir zur Ngilgi Cave, einer kleinen aber spektakulären Höhle.( $22.50 p.P.) Auf breiten Bohlenwegen liefen wir anfangs geführt und später alleine durch die beeindruckenden Kammern mit Stalaktiten, Stalagmiten und Heliktiten. Alles war gut ausgeleuchtet. Zum Glück hatten wir vorher gefragt, denn diese Höhle war mit 20 Grad sehr warm und hatte noch dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit, so dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen, als wir sie durchstöberten. Aber es machte uns auch unheimlich Spaß diese eindrucksvolle Höhle anzuschauen.

  • Ngilgi Cave, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Ngilgi Cave, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Ngilgi Cave, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Hier geht´s wieder raus aus der Höhle, Ngilgi Cave, Margaret River, Western Australia, Australien

Unser Weg führte uns weiter ins Weinanbaugebiet von Margaret River, das hauptsächlich für seinen Weißwein bekannt war, denn mittlerweile erlangte auch der Rotwein internationale Bedeutung. Das erst Weingut, das wir besuchten war „Juniper“, das sich gegenüber von „Vasse Felix“ befindet. Ein sehr netter Mann beriet uns bei einer kostenlosen Weinverkostung, an deren Ende wir zwei Weinflaschen reicher waren. Danach ging es ins „Vasse Felix“, wo wir von einer sehr netten Österreicherin bedient wurden. Hier war es zwar relativ groß und geschäftig, aber trotzdem sehr gemütlich und der Sekt „Blanc de Blancs“ von 2016 war absolut fantastisch. Hier kauften wir ein paar Flaschen mehr ein…
Mittags landeten wir im „Amelia Park“, wo wir zuerst eine Verkostung machten und dann im tollen Restaurant landeten. Hier saßen wir mit Blick auf die Weinberge und genossen unser fantastisches Mittagessen. Ich eine Süßwasserlanguste und Chris butterzartes raffiniert gewürztes Sirloin Steak. Gut gestärkt machten wir uns danach wieder auf den Weg.

  • Juniper Weingut, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Chris nach erfolgreicher Verkostung im Weingut Vasse Felix, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Weintrauben, Weingut Vasse Felix, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Auch im Brookland Valley & Houghton Cellar war Chris erfolgreich, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Mittagspause im Amelia Park, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Super leckeres Mittagessen im Amelia Park, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Mein Sirlion Steak, Amelia Park, Margaret River, Western Australia, Australien
  • Ausblick vom Restaurant, Amelia Park, Margaret River, Western Australia, Australien

Irgendwo unterwegs mitten auf einer Teerstraße krachte es auf einmal und unsere Kühlschranktür war aus den Angeln gebrochen und stand mitten im Camper. Zum Glück war sie nicht umgefallen, denn dann wären sicher ein paar Köstlichkeiten zu Bruch gegangen. Chris hielt schnell an und brachte sie wieder in Position. Wir schoben unsere Kiste zwischen Kühlschrank und Wand und befestigten alles mit einem unserer Schlafbretter. Das hielt zumindest, auch wenn es keine perfekte Lösung war. Bis nach Perth zum nächsten Depot, war es noch ein weiter Weg, aber ich war mir sicher, dass Chris etwas einfallen würde. Solange mussten wir nur vorsichtig beim Öffnen und Schließen sein, dann ging das schon.
Am Nachmittag stoppten wir in der Hamelin Bay an der Südwestküste. Eine schöne Bucht mit feinem Sand, die bekannt für ihre freundliche Stachelrochen ist, die hier am Strand patrouillieren. Wir wanderten etwas am Strand entlang und wirklich ein schöner Stachelrochen schwamm im seichten kristallklaren Wasser umher. Das war echt cool.
Unser Tagesziel war der D’Entrecasteaux-Nationalpark und dort Windy Harbor, wo es einen sehr netten kleinen Campingplatz gibt. Auf dem Weg dorthin sahen wir unsere ersten Kängurus, die beidseitig der Straße auf den Wiesen standen und Gras futterten. Es waren die grauen Riesenkängurus, die auch aus der Ferne gewaltig wirkten. Wir waren total aufgeregt und begeistert. Doch leider waren sie relativ weit weg, so dass wir nicht anhielten, sondern weiter fuhren.
Wir schauten uns kurz die Campsite an und fuhren dann weiter zum Salmon Beach. Wow, schon vom Aussichtspunkt aus hatte man einen tollen Überblick auf die wunderschöne Bucht mit der rauen Felsenküste. Wir fuhren auch noch zum Strand hinab. Auf dem Parkplatz stand ein Schild, das hier ein Walkadaver liegen soll und man Abstand halten soll, aber wir sahen weit und breit nichts, außer einer wunderschönen Sandbucht mit tollen Felsen und großen wilden Wellen, die sich vor dem Ufer laut tosend brachen.
Danach fuhren wir noch die anderen Aussichtspunkte des Nationalparks ab, sahen raue Küste und schöne Buchten, aber die Salmon Bay hatte uns am besten gefallen. Darum fuhren wir auch zum Sonnenuntergang auf den Aussichtspunkt zurück und genossen mit ein paar anderen Touristen, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.

  • Hamelin Bay, Western Australia, Australien
  • Hamelin Bay Beach, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Chris am Lookout Point vom Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • The Window, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Salmon Beach im Sonnenuntergang, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien

Zurück auf der Campsite stellten wir uns an den hinteren Rand der Wiese und trafen dort auf ein Känguru, dass hier Gras fraß. Wie schön war das denn?! Als wir duschen gehen wollten stand ebenfalls ein riesiges Kängurumännchen auf der Wiese vor der Dusche und schaute uns an. Der war locker so groß wie Chris, wenn er sich aufrichtete. Doch er wollte nichts von uns und fraß gemütlich weiter, während wir begeistert an ihm vorbei liefen.
Da wir mittags so gut gesessen hatten, waren wir abends nicht wirklich hungrig und so aßen wir nur ein paar Kräcker, Nüsse und Tomaten Mozzarella. Leider war es recht kühl, so dass wir nicht draußen sitzen konnten. Doch ein schöner abwechslungsreicher Tag ging zu Ende und wir genossen noch ein kühles Glas Weißwein.

Übernachtung:Windy Harbor Campsite, Salmon Beach, 28$

Donnerstag, 20.02.2020

Wir waren früh wach und Chris schaute aus dem Fenster unseres Campers nach dem Wetter. Schnell drehte er sich um und sagte: „Anderl, das musst du dir anschauen!“ Müde gesellte ich mich zu ihm und traute meinen Augen kaum. Die ganze Wiese war voller Kängurus, die die Ruhe des Morgens nutzten und zwischen den Campern auf der Wiese grasten. Es waren locker 20 Tiere. Wir entdeckten sogar einen Mutter mit Joey (Baby) im Beutel. Was für eine schöne friedliche Stimmung und das beste war, sie hatten überhaupt keine Angst vor uns. Sie schauten uns zwar an, aber wenn man sich ruhig verhielt kamen sie bis auf wenige Zentimeter an einen heran und schnuffelten. Irgendwie erinnerten sie mich an riesige Osterhasen mit ihren langen Hinterbeinen und den etwas zu kurz geratenen Ohren. Ein älteres Jungtier hatte eine weiße Blesse, aber auch sonst unterschieden sie sich schon ein wenig in Fellfarbe oder durch Blessen voneinander. Besonders hatte es uns eine kleine Familie angetan, die immer um uns herum war.
Chris entdeckte auch noch einen Kookaburra, einen riesigen Eisvogel, der 40-47 cm groß werden kann. Er ist einer der populärsten Vögel Australiens. Bei uns heißt er auch Jägerliest (Dacelo novaeguineae), besser bekannt unter dem Namen Lachender Hans, da er eine an Gelächter erinnernde markante Stimme hat. Er hüpfte auf einem Zaun herum und hielt nach seinem Frühstück Ausschau. Während Chris begeistert die Kängurus und den Kookaburra fotografierte, machte ich uns Frühstück. Mittlerweile war die Sonne herausgekommen und wärmte die Wiese. Wir bauten unseren Tisch draußen auf und saßen begeistert beim Frühstück mit Kängurus. Zwei Jungtiere kamen sogar ganz nah an mich heran und schauten auf unseren Tisch. Hier schmeckte der Kaffee gleich noch viel besser.

  • Westliche Graue Riesenkängurus, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien
  • Westliches Graues Riesenkänguru mit Joey, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien
  • Westliche Graue Riesenkängurus, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien
  • Joey schaut aus seinem Beutel, Westliches Graues Riesenkänguru, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien
  • Kookaburra oder auch Jägerliest (Dacelo novaeguineae), besser bekannt unter dem Namen Lachender Hans
  • Frühstück mit Kängurus, der Titel unseres Reiseberichtes
  • Mutter mit Jungtier, Westliche Graue Riesenkängurus, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien
  • Westliches Graues Riesenkänguru, Windy Harbor Campsite, Western Australia, Australien

Je mehr Leute wach wurden, desto weiter zogen sich die Kängurus zurück, aber wir hatten sie eh viel länger für uns gehabt als gedacht. Nach dem Frühstück packten wir zusammen und fuhren noch einmal zum Salmon Beach.
Am Meer waren mehrere Fischer, die einen großen Fisch nach dem anderen aus dem Meer zogen. Wir schauten ihnen etwas zu und machten dann einen schönen Strandspaziergang. Bei ein paar Felsen setzte Chris sich in den Sand und ließ die Drohne fliegen. Ich wanderte weiter die Bucht entlang. Es war einfach toll. Ich war ganz alleine und hinterließ die einzigen Spuren am windgefegten Strand. Der Schatten der Küste zog sich immer weiter zurück und die Sonne wärmte mir den Rücken. Fetzige Felsen lagen am Strand, einige wurden noch vom Wasser der zurückweichenden Flut umspült. Ich lief barfuß am Strand entlang und nahm das eine oder andere erfrischende Fußbad. Viel zu schnell gelangte ich ans Ende der Bucht und kehrte langsam wieder zu Chris zurück. Bei den Fischern blieben wir noch einmal stehen, denn sie hatten sicherlich schon 10 riesige Fische herausgezogen. Der eine erzählte Chris dass es Lachse sind und nicht nur die Fische auf sie aus sind, denn in den Wellen konnte man immer wieder Haie erkennen, die ihren Teil des Fangs abhaben wollten. Chris bestaunte noch mal die Fische und fasste sich ein Herz und fragte ob er einen kaufen könne. Der Fischer fragte seinen Kumpel und zog ein schönes Exemplar heraus, wusch ihn noch mal den Sand ab und reichte ihn kostenlos an Chris weiter. Er erklärte ihm noch wie er ihn filetieren soll und winkte uns freundlich nach. War das nett! Wir freuten uns diebisch über unser tolles Mahl und insgesamt über diesen wunderbaren Morgen.
Dann hieß es Abschied nehmen, von dieser tollen Landschaft hier, die uns überraschenderweise so gut gefallen hatten.

  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Aussicht auf den Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Salmon Beach, D’Entrecasteaux Nationalpark, Western Australia, Australien

Unser nächstes Ziel war an diesem Tag der Walpole-Nornalup Nationalpark und die Walpole Wilderness Area, denn hier befindet sich der Tree Top Walk im Valley of the Giants. Hierbei handelt es sich um Red Tingle Trees, eine Eukalyptusart, die nur im Südwesten Australiens vorkommt. Die riesigen Giganten sind bis zu 400 Jahre alt. Der Tree Top Walk führt auf 40 m Höhe 600 m durch die immergrünen Kronen der Bäume mit einer Hängebrücken-Stahlkonstruktion. Man geht auf Metallgitterhängebrücken von einer festen Plattform zur nächsten. Es war einfach nur klasse, atemberaubend und gigantisch. Man fühlte sich frei wie ein Vogel und klein wie eine Ameise im Angesicht der Riesen. Diese einzigartige Perspektive war einfach spektakulär. Es gefiel uns so gut, dass wir den Weg begeistert zwei Mal gingen.
Danach schauten wir uns auf dem 600 m langen Ancient Empire Walk die Bäume noch von unten an, was nicht minder beeindruckend war. Einige der Red Tree Trees waren hohl und hatten einen Umfang von ca. 20 Metern, in sie passten ganz locker einige Menschen nebeneinander hinein. So liefen wir begeistert durch den Wald. Hier soll es übrigens auch Quokkas geben, die in den Baumwipfeln leben, aber wir haben nur Bilder von ihnen gesehen. Der Spaß kostete 23$ p. P. und war unserer Meinung jeden Cent wert.

  • Tree Top Walk im Valley of the Giants, Walpole-Nornalup Nationalpark,  Western Australia, Australien
  • Andrea genießt die Aussicht
  • Tree Top Walk im Valley of the Giants, Walpole-Nornalup Nationalpark,  Western Australia, Australien
  • Andrea fotografiert begeistert auf dem Tree Top Walk
  • Tree Top Walk im Valley of the Giants, Walpole-Nornalup Nationalpark,  Western Australia, Australien
  • Die Giganten vom Boden aus gesehen
  • Chris fotografiert begeistert
  • Die Giganten vom Boden aus gesehen
  • Grandma Tingle, Ancient Empire Walk, Valley of the Giants, Walpole-Nornalup Nationalpark,  Western Australia, Australien
  • Hier kann man auch durchgehen
  • Hier kann man auch durchgehen
  • Andrea in einem der Giganten

Weiter ging die Fahrt durch mächtige Wälder zurück an die Küste. Unser Tagesziel wäre eigentlich der William Bay Nationalpark gewesen, aber der war gesperrt und im wahrsten Sinne des Wortes führte kein Weg dorthin. Was nun, jetzt war umplanen angesagt und wir beschlossen weiter über Danmark bis Albany zu fahren. So landeten wir auf dem Panorama Campingplatz, der direkt an einem Meeresarm lag.
Da der Manager erst etwas später eintreffen würde, gingen wir erst einmal duschen. Auf dem Weg zu den Duschen entdeckte Chris das von ihm dringend benötigte Panzerklebeband, doch leider waren damit zwei Mülltonnen aneinander gefesselt. Er überlegte kurz, sie zu befreien, ließ es dann aber sein und wollte später den Camp-Manager fragen. Das machte er auch als er zahlte und bekam Panzerklebeband geschenkt. Damit fixte er die kaputte Kühlschranktür und was soll ich sagen, die hielt perfekt bis wir den Camper abgaben.
Wir stellten uns nahe am Wasser neben einen großen Bus auf einer Wiese ab und ließen dort unseren Tisch stehen. Dann erkundeten wir die Gegend. Der erste Stopp war am Jimmy Newells Inlet Lookout, zu dem ein kurzer 100 m langer Weg führte. Von einer Aussichtsplattform schaut man auf die tolle Küste und das Meer hinab, das hier tief in die Landschaft hineinreichte. Leider waren wir schon etwas spät dran und ein Teil der Küste lag schon im Schatten, aber es war trotzdem ein imposanter Ausblick.
Danach erkundeten wir weitere Punkte des Torrndirrup National Parks mit schneeweißen knirschenden Sandstränden von denen uns der Goode Beach besonders gut gefiel. Das ging wohl anderen auch so, denn hier hatte es auch einige Villen. Immer wieder sahen wir kleine Buchten mit schneeweißem Sandstrand und dunklen zerfurchten Felsen. Auch der Misery Beach gefiel uns mit seiner steilen Felswand super gut.

  • Panorama Campsite, Big Grove, Western Australia, Australien
  • Jimmy Newells Inlet, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Jimmy Newells Inlet, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Frenchman Bay Penninsula, Western Australia, Australien
  • Goode Beach, Torndirrup, Western Australia, Australien
  • Goode Beach, Torndirrup, Western Australia, Australien
  • Misery Beach, Torndirrup, Western Australia, Australien
  • Cable Beach, Torndirrup, Western Australia, Australien

Zum Sonnenuntergang fuhren wir zu The Gap, eine 30 m tiefe Schlucht. Wow, das war wieder so ein beeindruckendes Stück Küstenlandschaft. Ein Pfad führte uns zu einer Plattform auf den Felsen. Stand man gerade noch auf einem Metallgitter über den Felsen, so brachte einen der nächste Schritt direkt über die Schlucht und man schaute hinab in den tosenden Wellenkessel. Der Wasserspiegel hob und senkte sich bestimmt um die 10 Meter und es wurde einem ganz schwindelig. Trotzdem konnte ich einfach nicht weggehen und musste immer weiter fasziniert nach unten schauen. Es war schon verrückt und hatte fast eine Sogwirkung.
Gleich daneben befindet sich ein weiteres Highlight die Natural Bridge eine spektakuläre Natur Brücke, durch die zum Teil die Wellen bis nach oben an den Rand gedrückt werden. Doch als wir hier waren herrschte Ebbe und das Meer schien im Gegensatz zu The Gap brav. Trotzdem war hier eine Absperrung, die es früher nicht gab, denn es hatte schon einige Angstlose von hier aus ins Meer gezogen.
Leider war der Himmel nicht sehr spektakulär, aber dafür leuchteten die Steine im letzten Licht fast golden. Wir blieben jedoch noch zusammen mit zwei Deutschen und warteten auf die Dämmerung und wieder verzauberte uns das Leuchten, das von gelb orange bis Lila ging.

  • The Gap, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • The Gap, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • The Gap, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Natural Bridge, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Landschaft an der Natural Bridge, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Natural Bridge in der Abenddämmerung, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Natural Bridge in der Abenddämmerung, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien
  • Natural Bridge in der Abenddämmerung, Torndirrup Nationalpark, Western Australia, Australien

Danach fuhren wir zurück auf unsere Campsite, wo Chris noch unseren Fisch fachgemäß zerlegte und auf den Grill beförderte. Wir mussten unser Auto extra so stellen, das der Grill auf der windabgewendeten Seite war, denn mittlerweile hatte er fast Sturmausmaße. Unser Fisch war super frisch und schmeckte hervorragend. So klang ein langer und sehr schöner windiger Tag aus.

Übernachtung:Panorama Campsite, Big Grove, 30$

Freitag, 21.02.2020

In der Dämmerung kletterten wir aus unserem Bett und gingen ein paar wenige Meter bis zum kleinen Steg vor. Leider war gerade Ebbe und es waren kaum Wolken am Himmel. Doch es leuchtete schön und machte Spaß zumal wir anfangs ganz alleine waren und sich erst nach Sonnenaufgang ein paar müde Camper heraus wagten, meist um mit dem Hund eine Runde zu gehen.

  • Shoal Bay und Port Albany in der Morgendämmerung, Big Grove, Western Australia, Australien
  • Shoal Bay und Port Albany in der Morgendämmerung, Big Grove, Western Australia, Australien
  • Steg in der Morgendämmerung, Big Grove, Western Australia, Australien
  • Steg im Sonnenaufgang, Big Grove, Western Australia, Australien

Wir frühstückten schnell und waren schon um 7.00 Uhr unterwegs. Wir hörten einen Teil „Weißwurstconnection: Der achte Fall für den Eberhofer“ von Rita Falk und hatten mächtig Spaß damit.
Auf den Wiesen flogen Kühe auf ihren Weiden an uns vorbei unter die sich frech Kängurus gemischt hatten. Das war echt ein witziges Bild. Danach ging es auf schier endloser Strecke in Richtung Esperance. Es gab nichts, keinen Ort nur Bäume und karges trockenes Land. Da kam das Hörbuch gerade recht. Irgendwann auf halber Strecke kam dann doch noch ein Ort. Der wirkte leer und verlassen. Da wir dringend eine Pause brauchten, holten wir uns im Supermarkt-Café einen Kaffee, auch hier war kaum jemand. Der Kaffee war zum Glück ganz okay und weckte uns ein wenig auf.
Irgendwann erreichten wir Esperance, wo wir uns im Woolworth für die nächsten Tage mit Lebensmitteln eindeckten. Schon vor Monaten hatten wir einen der beliebtesten Campingplätze Australiens an der Lucky Bay vorgebucht und zu dem fuhren wir jetzt. Der idyllische Campingplatz liegt im Cape le Grand Nationalpark ca. 40 Minuten Autofahrt von Esperance entfernt.
Auf guter Teerstraße ging es in den Park hinein. Wir ließen erst einmal alle Abzweige zu anderen Buchten links liegen und fuhren gleich zum Campingplatz der Lucky Bay. Das war auch gut so, denn schon um 14.30 Uhr waren fast alle inneren Campsites vergeben. Wir fuhren ein paar Mal über den Platz und stellten uns dann ganz nach oben in den äußeren Ring. Hier hatten wir eine schöne sogar windgeschützte Campsite mit genug Abstand zum Nachbarn. Wir verstanden gar nicht warum alle nach unten wollten, außer wegen der Strandnähe, aber uns gefiel es gerade hier oben richtig gut. So stellten wir unseren Tisch und die Stühle auf und freuten uns über die tolle Aussicht auf das türkisblaue Wasser und den schneeweißen Sandstrand der Lucky Bay. Leider war es sehr bewölkt und durch den heftigen Wind recht kühl, aber das hinderte uns nicht daran hinab zur Bucht zu gehen. Sie erstreckt sich über 5 Kilometer und hat wirklich einen schneeweißen knirschenden Sand. Die Bucht ist eingerahmt von toller Küste und auch ein paar Felseninseln des Recherche Archipels waren einfach nur fotogen, dazu das türkise Wasser und das leise Säuseln der Wellen. Wir hatten fast das Gefühl im Paradies angekommen zu sein und bereuten sofort, nicht noch eine Nacht mehr gebucht zu haben. Wir liefen einen großen Teil der Bucht ab und es machte einfach nur Spaß. Viele Leute fuhren mit ihren 4x4 am Strand entlang und suchten sich eine schöne Stelle, um den Nachmittag zu verbringen. Aber auch zu Fuß war es einfach nur schön, zumal wir barfuß am Strand entlang liefen und immer wieder das Wasser der Wellen um unsere Füße spielte.
Natürlich trafen wir hier auch auf die berühmten Kängurus am Strand. Leider hatte es zu dieser Jahreszeit relativ viel Seegras, aber trotzdem war es einfach unbeschreiblich schön mit den zahmen Kängurus am Strand zu sein. Auch auf unserer Bay Runde sahen wir ein Känguru, das einen toten, trockenen Fisch fraß.
Witziger Weise hatte es hier auch einen Foodwagen das „Lucky Bean Cafe“ mit Getränken, Café, Kuchen, Muffins und Sandwiches.
Zum Sonnenuntergang liefen wir noch einmal an den Strand, denn der Himmel hatte sich plötzlich rosa verfärbt. Fast alleine betrachteten wir einen super schönen pastellfarbenen Sonnenuntergang am Meer, was einfach gigantisch mit dem türkisen Wasser wirkte. Es war irgendwie unnatürlich und wunderschön zugleich und wir wollten an keinem anderen Ort der Welt sein. So genossen wir das Schauspiel und schon jetzt wussten wir, dass die Lucky Bay einen festen Platz in unserem Herzen haben würde. Wieder ein Platz auf der Welt, der atemberaubend schön war und zu dem man in dunklen Stunden zurückblicken konnte.

Übernachtung:Lucky Bay Campsite, 30$, Parkeintritt pro Auto 15$ für zwei Tage

  • Unterwegs Richtung Esperance
  • Chris ist begeistert von den Kängurus am Strand, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Kängurus am Strand, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Neugieriges Känguru am Strand von Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Müdes Känguru im Strand der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Andrea am Strand von Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Chris versucht die Abendstimmung einzufangen, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Abendstimmung an der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien

Samstag, 22.02.2020

Der Morgen begrüßte uns mit einem super schönen Sonnenaufgang und einem rot leuchtenden Himmel. Wieder waren wir fast alleine am Strand und genossen jede einzelne Sekunde. Leuchtend ging die Sonne auf und tauchte die Bucht in ein wunderschönes Licht. Als sie in den Wolken verschwand, gingen wir zurück zu unserem Berth und frühstückten erst einmal gemütlich mit leckeren Semmeln und frisch gepressten Orangensaft - völlig zufrieden mit dem Tagesbeginn.

  • Morgenstimmung über der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Morgenstimmung über der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Die Farben lassen Chris das Herz höher schlagen
  • Sonnenaufgang über der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien

Danach entschlossen wir uns zur Rossiter Bay zu fahren. Die Strecke dorthin ist Gravelroad und leider von der übelsten Wellblech-Sorte, denn unser armer Camper und auch wir wurden aufs heftigste durchgeschüttelt. Wir konnten maximal 20-30 km/h fahren und es war echt anstrengend, aber dafür war der Weg nur 5 Kilometer lang und so bissen wir die Zähne zusammen, damit sie nicht aufeinanderschlugen und kämpften uns durch. Auf dem Parkplatz angekommen, waren wir ganz alleine. Es war zwar bewölkt, aber die Sonne blitzte durch ein Wolkenloch als wir am Strand spazieren gingen. Hier war es wilder als in der Lucky Bay und es hatte auch mehr Seegras, trotzdem gefielen uns hier die Ruhe und Einsamkeit super gut. Der Sand war ebenfalls schneeweiß und draußen vor der Bucht lagen etliche Inseln im Meer.

  • Rossiter Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Rossiter Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Rossiter Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Rossiter Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien

Auf dem Rückweg trafen wir dann einige Kängurus am Straßenrand. Chris ging gleich auf Fotopirsch. Leider hatte es sogar hier auf der schrecklichen Piste überfahrene Kängurus. Der Kadaver den wir sahen war schon älter aber ganz komisch war, dass an ihm mehrere Kängurus knabberten. Eigentlich sind Kängurus ja Pflanzenfresser, aber davon hatten die hier wohl noch nichts gehört. Gestern wunderte uns schon, dass ein Känguru an dem Fisch knabberte und ein weiteres ein Ei ausschleckte, aber das sie an den Überresten eines Artgenossen fraßen war irgendwie noch komischer. Wir beobachteten sie eine Zeitlang, in der auch einige 4x4 Fahrer in Höchstgeschwindigkeit an uns vorbeirasten, trotz der Kängurus am Wegesrand, aber zum Glück nicht alle. Die meisten nahmen Rücksicht auf die Tiere, oder hielten genau wie wir begeistert an und machten ein paar Bilder.

  • Westliches Graues Riesenkänguru, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Westliches Graues Riesenkänguru nagt ein einem toten Känguru, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Kleiner Boxkampf unter Kängurus
  • Der Verlierer macht sich aus dem Staub

Nach dem willkommenen Zwischenstopp schauten wir uns noch die anderen Buchten an. Zuerst fuhren wir zur Thistle Cove. Wir parkten unser Auto und gingen erst einmal zum Whistling Rock, der angeblich je nach Windstärke flüstern soll. Die Geräusche entstehen durch Ritzen und Löcher im Felsen, aber leider wehte es gerade nicht wirklich. Dafür sahen die Felsen absolut einladend aus und wir liefen weiter nach unten in Richtung Meer. Hier hatte es auch einige Haken, an die sich die Fischer einhaken sollen. Doch heute waren so gut wie keine Wellen und auch kein Fischer ließ sich blicken. So wanderten wir weiter auf den Klippen in Richtung Thistle Cove. Die Farben der Granitfelsen waren einfach nur toll von Grau bis Rot in allen möglichen Farbschattierungen und immer wieder lagen hier fotogene Einzelfelsen herum, so dass wir nur langsam vorwärts kamen.
Auf halben Weg zum Strand meinten wir eine Abkürzung zum Parkplatz zu sehen und Chris wollte hier unbedingt fliegen, so ging er zurück zum Auto. Ich verweilte unterdessen und genoss die Aussicht. Doch er kam und kam nicht wieder. Das kann doch nicht so weit sein, dachte ich mir und folgte ihm. Doch der Weg erwies sich als tückisch und immer wieder musste ich mir einen neuen Weg durch das Gestrüpp suchen. Doch irgendwann kam ich am Parkplatz an und hörte auch schon das unverkennbare Drohen Geräusch. Jetzt wandte ich mich nach rechts und ging in Richtung Strand. Auch hier lief man etwas und gelangte dann zu einem großen Granitfelsen, auf den ich kletterte. Von hier oben hatte ich eine tolle Übersicht. Mit etwas schauen, entdeckte ich auch den Weg hinab an den Strand und wanderte nach unten. Auch dieser Strand gefiel mir super. Wie eigentlich jeder Strand hier war auch er schneeweiß, was im tollen Kontrast zu den vielfarbigen Felsen und dem türkiesen Wasser stand. Ich wanderte etwas am Strand entlang und wollte gerade zu Chris zurück, als auch er angelaufen kam. So gingen wir beide noch einmal an den Strand und erkundeten ihn.
Wir fuhren weiter zum Le Grand Beach, der am entferntesten von Lucky Bay war. Der Strand war zwar auch schön weiß und hatte sogar einen Campingplatz, aber er war einfach viel zu lang und gefiel uns dadurch nicht wirklich. Auch hier fuhren einige mit ihren 4x4 am Strand herum. Ich wollte eigentlich etwas laufen, aber Chris war nicht wirklich angetan und meinte, dass wir lieber zurück fahren sollten.

  • Whistling Rock, Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Cape Le Grand Beach, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien

Da er Recht hatte, drehten wir wieder um und fuhren zur Hellfire Bay, einer wunderschönen kleinen Bucht, die ebenfalls von Granitfelsen eingerahmt wird. Auch hier war der Sand einfach nur schneeweiß, sanft plätscherten die Wellen ans Ufer. Wir kletterten auf den Felsen herum und trafen ein Paar, das uns erzählte weiter hinten im Meer Delphine gesehen zu haben. Leider hatten wir kein Glück, aber es machte mächtig Spaß über die Felsen am türkisblauen Meer zu kraxeln. Dafür kam jetzt mehr und mehr die Sonne heraus und es wurde richtig schön. Natürlich fuhren wir noch einmal zur Thistle Cove und machten hier noch mal Bilder, diesmal bei Sonne und schönen Wolken.

  • Hellfire Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Hellfire Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Andrea an der Hellfire Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Hellfire Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Thistle Cove, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien

Da uns nun mächtig warm war, fuhren wir zurück zur Lucky Bay und gingen erst einmal baden. Das Wasser war sehr frisch, aber auch richtig angenehm. Es war richtig sonnig, aber leider schoben sich immer mehr dichte Wolken in Richtung Sonne.
Wir holten uns einen Kaffee und ein Sandwich beim „Lucky Bean Cafe“, saßen gemütlich auf den Strandstühlen und ließen uns dort trocknen. Hey, das hatte ja sogar einen Hauch von Urlaub. Genüsslich saßen wir am Strand und schauten aufs Meer, als wieder ein paar Kängurus an den Strand kamen. Chris lief sofort mit der Kamera los und machte fleißig ein paar Bilder, während ich gemütlich in meinem Stuhl saß und las. Witziger weise kamen die Kängurus zu mir und liefen direkt durch unsere Stühle hindurch.
Danach stellten wir unseren Camper zurück auf die Campsite und wollten zurück an den Strand gehen, um dort noch einmal nach den Kängurus zu schauen. Doch natürlich kam es erst einmal anders als geplant, denn an einer Campsite weiter vorne hatte sich eine Menschtraube gebildet. Als wir näher kamen, erzählte uns eine junge Frau, dass hier im Gras eine schwarze Tigerotter (Notechis ater) liegt und sich sonnt. Diese hübsche schwarze Schlange ist eine der giftigsten Schlangen Australiens, die jedoch nicht sehr angriffslustig ist. Trotzdem sterben durch ihre Bisse sehr viele Menschen. Darum war auch die Campsitebesitzerin sehr aufmerksam, denn sie war mit drei Kleinkindern unterwegs. Chris lief gleich zurück und holte das 100-400er Objektiv, um ein paar Aufnahmen von der Schlange zu machen. Sie war wirklich hübsch mit ihrer glänzend schwarzen Farbe und dem leichten Muster. Doch irgendwann war ihr der Trubel zu viel und sie verschwand im Gras. Wir liefen weiter und auch diesmal kamen wir nicht weit, denn auf einer Campsite saßen zwei Kängurus mitten in der Campküche eines Campers und es sah fast so aus, als ob sie kochen wollten. Sie versuchten in die Töpfe zu schauen und schnupperten überall herum. Auch hier machten wir ein paar Bilder und schmunzelten in uns hinein. Weiter in Richtung Strand schaute Chris auf sein Handy, denn der Empfang war in der Mitte des Camps am besten und wäre dabei fast auf eine weitere kleine Schlange getreten, die sich schnell wegschlängelte, als ich ihn am Arm fasste und aufhielt. Sie war recht klein und grünlich grau und sichtlich froh, dass sie unbehelligt an uns vorbei kam.
Am Strand suchten wir uns einen schönen Platz und stellten unsere Stühle auf. Wir lasen in unseren Büchern und warteten auf die Kängurus, die dann auch wirklich wieder an den Strand kamen. Leider verschwand die Sonne schon recht früh in den Wolken und leider kam sie an diesem Tag nicht mehr wieder. So schnappten wir unsere Stühle und wanderten zu unserer Campsite zurück. An der Außenküchencampsite waren mittlerweile zwei Australierinnen und so zeigten wir ihnen die Bilder von den „kochenden“ Kängurus, was sie sehr freute.
Dank der Bewölkung blieb es sehr mild an diesem Nachmittag und Abend, so dass wir lange draußen sitzen konnten. Wir bekamen auch noch Besuch vom Campwart, der unsere Buchung kontrollierte und nett mit uns schwatzte. Wir fragten ihn nach der Obst- und Gemüsekontrolle, die uns beim Grenzübertritt von Westaustralien nach Süden erwartete und er meinte, dass die Grenze erst in Ceduna sei und wir alles kochen könnten, dann interessiert es niemanden mehr. Das war echt ein guter Tipp. Außerdem soll die Einfuhr nach Westaustralien strenger sein. Jetzt wussten wir schon wieder mehr. Wir haderten immer noch, denn es gefiel uns hier so gut, darum fragten wir ihn auch noch nach dem Wetter der kommenden Tage, aber er meinte, seine Frau hätte Knochenschmerzen, darum würde das Wetter schlechter werden, was uns auch schon unser Handy vorhergesagt hatte. Schade, dass hätten wir eigentlich nicht hören wollen, also beschlossen wir morgen abzureisen.
Wir grillten Shrimps und Red Snapper, das war vielleicht lecker. Leider waren wegen der milden Temperaturen auch viele Mücken unterwegs, die versuchten uns aufzufressen, aber wir schmierten uns ein und hatten daraufhin einigermaßen unsere Ruhe. So saßen wir noch bei Kerzenschein draußen und lauschten den Geräuschen der Nacht.

Übernachtung:Lucky Bay Campsite, 30$, Parkeintritt pro Auto 15$ für zwei Tage

  • Badetag in der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Andrea mit einem Kaffee von Lucky Bean, das hebt die Stimmung
  • Westliche Graue Riesenkängurus,  Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Westliches Graues Riesenkänguru, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Westliche Graue Riesenkängurus, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Chris und sein Kumpel liegen faul auf dem Seegras,  Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Westliches Graues Riesenkänguru, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Unser Campnachbar
  • Ein weiterer Campnachbar, eine Schwarze Tigerotter (Notechis ater), Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Kängurus in der Außenküche, Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Chris an der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Heute gibt es Seafood und Salat

Sonntag, 23.02.2020

Wir standen um 4.30 Uhr bei starker Bewölkung auf. Schade, es würde wohl keinen spektakulären Sonnenaufgang geben. So machten wir schnell Kaffee und fuhren um 5.30 Uhr los. Trotzdem war die Landschaft wieder spektakulär mit dicken Schlechtwetterwolken über den Bergen und sogar etwas Farbe im Himmel. Wir sahen auch noch das eine oder andere Känguru weghoppeln. Hier fiel uns der Abschied wirklich schwer, denn Lucky Bay war für uns ein absoluter Traumplatz.

  • Das Wetter schlägt um und wir machen uns auf dem Weg
  • Frenchman Peak, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Frenchman Peak, Cape Le Grand National Park, South Australia, Australien
  • Servus Lucky Bay, wir kommen wieder

Der 2. Teil folgt demnächst